Panzerfaust
Die Panzerfaust (auch Panzerabwehrrohr) ist eine meist rückstoßfreie, großkalibrige und rein in militärischem Gebrauch stehende Panzerabwehrhandwaffe zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen, befestigten Stellungen und Truppenunterkünften sowie "weichen" Zielen wie Lastkraftwagen, Camps usw. aus relativ geringer Entfernung.
Im Englischen steht Panzerfaust für bestimmte Modelle von Panzerfäusten, die im Zweiten Weltkrieg verwendet wurden.
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Munition
Die verwendete Munition funktioniert zumeist nach dem Raketenprinzip, es gibt aber auch Panzerabwehrrohre, welche sogenannte Granatpatronen verfeuern. Die Rückstoßenergie des Projektils läßt sich durch die Energie einer sich entgegengesetzt nach hinten bewegenden Masse, bzw. Gasmenge, ausgleichen. Sie tritt als Rückstrahl aus. Die Panzerfaust verschießt Hohlladungsgeschosse, allerdings können mit bestimmten Mustern wie dem schwedischen Modell Carl Gustav M2 auch Sprenggranaten zur Bekämpfung infanteristischer Ziele sowie Leuchtgranaten zum Ausleuchten des Gefechtsfeldes verschossen werden. Die Entwicklung der Reaktivpanzerung machte die Entwicklung von Tandemhohlladungen erforderlich. Die Entwicklung der Panzerfaust wurde in den letzten Jahrzehnten der Entwicklung immer neuerer Panzerungstechnologien angepasst.
Geschichte
Die Panzerfaust ist eine Entwicklung des Zweiten Weltkriegs. Sie machte es möglich, Schusskörper von der Größe einer Artilleriegranate von der Schulter zu verschießen.
1942 wurde die Panzerfaust auf Grundlage der Faustpatrone entwickelt. Das Ergebnis war ein einfacher rohrförmiger Granatraketenwerfer mit einem Gesamtgewicht von weniger als 10 kg. An der oberen Seite des Rohrs befand sich eine simple Zielvorrichtung und der Abzug. An der Vorderseite befand sich ein 3,3 kg schweres Geschoss mit ungefähr 1,6 kg Sprengstoff. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Versionen der Panzerfaust, im Gegensatz zur Panzerschreck, als Einweg-Waffe konstruiert, so dass sie nicht nachgeladen werden und damit nur einmal verwendet werden konnten.
Insgesamt verwendete man während des Zweiten Weltkrieges drei Ausführungen. Die Panzerfaust 30 wurde im August 1943 ausgeliefert. Die „30“ gab die optimale Reichweite in Metern an. Später entwickelte man die Panzerfaust 60 und die Panzerfaust 100. Ein weiteres Model mit 150 Metern Reichweite wurde zum Ende des Krieges in sehr geringer Stückzahl hergestellt, und die Panzerfaust 250 kam nie über die Planungsphase hinaus. In den letzten Kriegsmonaten wurden Millionen dieser Waffen hergestellt und an Soldaten sowie an den Volkssturm ausgegeben.
Heutzutage verwendet u.a. die Bundeswehr zur Panzerabwehr die Panzerfaust 3.
