Papillon (Buch)

Papillon ist die Autobiographie von Henri Charriere, (* 16. November 1906; † 29. Juli 1973) einem Franzosen, der wegen Mordes zu lebenslanger Zwangsarbeit in Französisch-Guayana verurteilt worden war.

Charriere (Spitzname Papillon) beteuerte stets seine Unschuld, ohne diese nachweisen zu können. Nach der Ankunft in Französisch Guyana gelang ihm mit Hilfe eines Komplizen mit drei weiteren Häftlingen die Flucht aus dem Krankenhaus, das sich im Hauptlager auf dem Festland befand. Die Flucht, die mit einem Boot erfolgte, führte sie über Trinidad und Curaçao nach Kolumbien. Dort wurden alle festgenommen, und in ein Gefängnis gesteckt. Papillon gelang nochmals die Flucht und ging in ein Indianergebiet, das zu dieser Zeit weder zu Kolumbien noch zu Venezuela, gehörte. Dort nahm er sich zwei indianische Frauen. Nach einem halben Jahr ging er wieder zurück nach Kolumbien und wurde nach ein paar Wochen wieder festgenommen und mit seinen Kollegen an Frankreich ausgeliefert. Danach wurde er auf die Teufelsinsel verbannt, wo er zwei Jahre schwere Einzelhaft verbüßen musste. Nach mehreren Fluchtversuchen und nachdem er einen Mithäftling ermordet hatte, wurde er zu fünf Jahren Einzelhaft verurteilt. Da viele Einzelhäftlinge Selbstmord begingen oder an Skorbut erkrankten und die Zustände bei dem Besuch eines höheren Mitglieds der Regierung aufflogen, wurde wöchentlich ein Ausgang ermöglicht. Bei einem dieser Ausgänge versuchte er, das Mädchen eines höhergestellten Gefängniswärters vor dem Ertrinken zu retten. Aufgrund dessen wurde er nach anderthalb Jahren aus der Einzelhaft entlassen. Mitte der 1940er floh er nach mehreren gescheiterten Versuchen von der französischen Strafkolonie über Britisch Guyana nach Venezuela, wo er für kurze Zeit in ein Arbeitslager inhaftiert wurde. Das Buch endet mit seiner Freilassung aus dem Gefangenenlager. Nach dem großen Erfolg von Papillon veröffentlichte er kurz darauf den Roman Banco, der von den Geschehnissen nach der Freilassung und vor der Verurteilung berichtet. Er starb 1973 in Venezuela.

Das Buch wurde 1973 mit Dustin Hoffman und Steve McQueen verfilmt.

Der Film weicht allerdings in folgenden Punkten ab:

  1. wurde er im Film nach einem Fluchtversuch und nicht nach der ersten großen Flucht (die fast zwei Jahre dauerte) für zwei Jahre inhaftiert
  2. wurde er wegen eines Mordes zu den weiteren fünf Jahren Einzelhaft verurteilt und nicht wegen eines Fluchtversuchs.
  3. musste er die fünf Jahre nicht zur Gänze absitzen (siehe oben).

Weblinks

See also: Papillon (Buch), 16. November, 1906, 1940er, 1973, 29. Juli, Curaçao, Dustin Hoffman, Französisch-Guayana