Paramahansa Yogananda

thumb|150px|right|Paramahansa Yogananda

Mukunda Lal Ghosh (* 5. Januar, 1893 in Gorakhpur (Westbengalen), Indien - † 7. März, 1952 in Los Angeles, USA), besser bekannt als Paramahansa Yogananda, war geistlicher Lehrer, Yogi und Guru. Er wird von seinen Anhängern als „Premavatar“ oder „Inkarnation der Liebe“ verehrt. Als Gründer der Yogoda Satsanga Society of India (YSS) 1917 sowie der Self-Realization Fellowship (SRF) 1920 in den USA machte er den Kriya Yoga als Bestandteil des Raja Yoga breiten Bevölkerungsschichten zugänglich und dem Westen bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Yogananda traf seinen Guru, Swami Sri Yukteswar Giri, 1910, im Alter von 17 Jahren. Nach seinem Studienabschluss 1915 am Scottish Church College, Kalkutta, das an die Universität von Kalkutta angeschlossen ist, trat er in den monastischen Swami-Orden ein. 1917 gründete er die Yogoda Satsanga Society of India (YSS) sowie eine Jungenschule in Ranchi, als deren Leiter er moderne Ausbildungstechniken mit Yoga-Schulung und geistigen Idealen verband. Anschließend ging Yogananda in den Westen (USA) wo er von 1920, als er die Self-Realization Fellowship (SRF) gründete, bis zu seinem Mahasamadhi 1952 lehrte. Zwanzig Jahre nach seinem Eintritt in den Swami-Orden erhielt Yogananda von Sri Yukteswar den Titel Paramahansa was „höchster Schwan“ bedeuted.

Hinweis: Während seines Lebens benutzte Paramahansa Yogananda die Aussprache Paramhansa. Allerdings zog die SRF die traditionelle Aussprache des Sanskrit bereits kurz nach seinem Tod vor und modifizierte seine Unterschrift durch Einfügen eines zusätzlichen a.

Leistungen

Yogananda's Linie der Gurus betraute ihn mit der Vermittlung einer zentralen Technik - dem Kriya Yoga - der Bestandteil seiner umfassenden Yoga Lehre ist die zum Raja Yoga gehört. Sri Yukteswar war Jünger von Lahiri Mahasaya der wiederum Jünger von Mahavatar Babaji war. Mahavatar Babaji hat den Kriya Yoga wiederbelebt und mit Lahiri Mahasaya begann die erneute Verbreitung einer Technik die auch als „geistige Wissenschaft der Selbstverwirklichung“ bezeichnet wird und durch Swami Paramahansa Yogananda dem Westen zugänglich gemacht wurde.

Werke

thumb|240px|right|A Yoga Class in Washington, D.C.

Yogananda wurde durch seine Paramgurus sowie Sri Yukteswar darauf vorbereitet im Westen die Lehre des Kriya Yoga zu verbreiten. Durch Gründung einer Jungenschule 1917 in Ranchi wurde dies öffentlich und diente dem Sammeln konkreter Lehrerfahrungen. Auf Einladung nahm er 1920 als indischer Delegierter am "Congress of Religious Liberals" (heute IARF) in Boston teil. Die nächsten Jahre lehrte er an der Ostküste der USA und unternahm 1924 eine Lehrreise quer durch den Kontinent auf der er Säle wie New York's Carnegie Hall und das Philharmonic Auditorium in Los Angeles füllte. 1925 etablierte Yogananda den Hauptsitz der SRF, das Internationale Mutterzentrum in Los Angeles und widmete sich in der folgenden Zeit zunehmend dem Aufbau der Organisation, seine Lehrauftritte setzte er fort. Nach 15 Jahren in den USA begann Yogananda 1935 eine 18 monatige Reise die ihn über Europa zurück nach Indien führte. In dieser Zeit begegnete er Persönlichkeiten wie Therese Neumann, der Hindu Heiligen Sri Anandamoyi Ma, Mahatma Gandhi, Rabindranath Tagore und dem Nobelpreisträger und Physiker C. V. Raman. Die 30er Jahre waren gleichzeitig durch einen Rückzug Yogananda's von öffentlichen Auftritten und der Hinwendung zu seinen Schriften geprägt, um seine Lehre künftigen Generationen nahe zu bringen.


Yogananda legte seine Schulungen in ca. 160 Lehrbriefen dar die auf Anfrage bei der SRF erhältlich sind. 1946 publizierte er die Autobiographie eines Yogi, die auch ein wichtiges Instrument zur Einführung der vedischen Philosophie im Westen war und bis heute als einzigartiger Lebensbericht eines Yogi gilt. Sie wurde bisher in 18 Weltsprachen sowie 6 indische Sprachen übersetzt und ist ein Bestseller. Die Autobiographie vermittelt zudem Yogananda's und Sri Yukteswar's Bestreben, Aussagen und Ereignisse der Bibel zu erläutern.

Hinweis: Die Edition von 1946 der Autobiography of a Yogi ist als Public Domain erhältlich und kann hier heruntergeladen werden: Gutenberg


Parallel arbeitete Yogananda intensiv an Kommentaren zur Bhagavad Gita God Talks with Arjuna: The Bhagavad Gita sowie zum Neuen Testament der Bibel The Second Coming of Christ: The Resurrection of the Christ Within You, die beide nicht mehr zu seinen Lebzeiten veröffentlicht werden konnten. In seinen Kommentaren zum Neuen Testament arbeitet er die grundlegende Einheit der Lehren von Christus mit den Lehren z.B. der Bhagavad Gita und des Yoga heraus. Er erweckt im Leser ein tiefes Verständnis für die wirklichen Gemeinsamkeiten der Religionen, besonders in Bezug auf die ursprüngliche Lehre von Jesus Christus der er undogmatisch verbunden ist.


Heute wird Yogananda's Werk von der Self-Realization Fellowship und der Yogoda Satsanga Society of India verwaltet und fortgesetzt. Meditationszentren und Tempel werden in der ganzen Welt betrieben. Die YSS ist für den indischen Subkontinent zuständig und die SRF für alle anderen Länder weltweit. Nach Yogananda's Mahasamadhi stand Rajarsi Janakananda (James J. Lynn) bis zu seinem eigenem Mahasamadhi 1955 der Organisation vor. Gegenwärtige Präsidentin der SRF ist seit 1955 Daya Mata, eine direkte Jüngerin von Paramahansa Yogananda und wohl die erste Frau die eine weltweit agierende religiöse Organisation leitet.

Literatur

Einen Überblick zu weiteren Schriften erhält man im SRF online Katalog.

Weblinks

Personendaten
Yogananda, Paramahansa
Mukunda Lal Ghosh [Eigentlich]
Yogi und Guru
5. Januar 1893
Gorakhpur,Indien
7. März 1952
Los Angeles,USA

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See also: Paramahansa Yogananda, 1893, 1910, 1915, 1917, 1920, 1924, 1925, 1935