Parapsychologie

32px|Baustelle Beurteilung: Die Neutralität dieses Artikels ist umstritten. Eine Erläuterung dazu befindet sich entweder auf der Diskussionsseite oder auf der Seite für Neutralitätsprobleme.

Achte bitte beim Bearbeiten des Artikels auf die Herstellung eines neutralen Standpunkts und entferne diesen Baustein erst, wenn die beanstandeten Stellen verbessert worden sind.

Der Status der Parapsychologie (griechisches Kunstwort παραψυχολογία, parapsicholojía - etwa die weitergehende Seelenkunde, von para~ - jenseits, weiter~, Psyche - die Seele und lógos - die Kunde, Vernunft, das Wort) ist umstritten. Von manchen Wissenschaftlern wird sie mittlerweile als normale Wissenschaft angesehen. Entgegen der landläufigen Meinung wird sie innerhalb der Esoterikszene sogar meist abgelehnt, wenn sie sich wissenschaftlicher Methoden bedient. Von anderen Wissenschaftlern wird sie jedoch nach wie vor als Parawissenschaft oder als Pseudowissenschaft eingeordnet, je nachdem, ob die Anwendung wissenschaftlicher Methoden bezweifelt werden muss (Para-) oder sogar widerlegt ist (Pseudo-); in der esoterischen Literatur hingegen wird die Parapsychologie vorwiegend als Grenzwissenschaft bezeichnet.

Die parapsychologische Forschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Existenz von Phänomenen wie Gedankenübertragung (Telepathie), Telekinese, Psychokinese oder Nahtoderfahrungen zu untersuchen und die Bedingungen für deren Auftreten in Abhängigkeit von der Umgebung bzw. der Beteiligten nachzuvollziehen. Okkultismus und Spiritismus werden allerdings mittlerweile nur noch am Rande behandelt, da die Phänomene auf andere Weise erklärt werden können, als Anhänger des Okkulten oder Spiritisten es tun. Der Begriff Parapsychologie geht auf Max Dessoir zurück, der ihn 1889 zur Bezeichnung einer Wissenschaft prägte, die sich mit "den aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen" befasst. Aber auch schon zuvor befasste man sich mit der Thematik. So formulierte im Jahre 1852 Edward White Benson im Rahmen des in Cambridge neu gegründeten "Ghost Club" (einem Vorläufer der späteren Society for Psychical Research) das Ziel, die übernatürlich anmutenden okkulten Phänomene auf der Basis rein wissenschaftlicher Methoden zu untersuchen. Die ersten systematischen Untersuchungen wurden Ende des 18. Jahrhunderts von dem deutschen Arzt Franz Anton Mesmer zum sogenannten animalischen Magnetismus durchgeführt.

Die Parapsychologie ist weltweit nur an sehr wenigen Universitäten angesiedelt, meist als Teilgebiet der Psychologie. In Deutschland wurde beispielsweise nur an der Universität Freiburg unter Professor Hans Bender geforscht. An der Universität Edinburgh besteht heute das einzige Hochschulinstitut für Parapsychologie in Europa. Einen starken Andrang erlebte die Parapsychologie während des Kalten Krieges, wo der russische und amerikanische Geheimdienst versuchten, sich mit parapsychologischen Phänomen auseinander zu setzen und sie für kriegerische Zwecke zu nutzen.

Der Amerikaner J. B. Rhine, der in den 30er Jahren paranormale Phänomene systematisch experimentell untersuchte, gilt als der Begründer der modernen, experimentellen Parapsychologie.

Inhaltsverzeichnis

Untersuchungsgebiet

Viele Phänomene, welche die Parapsychologie untersucht, werden auf einen gemeinsamen Mechanismus zurückgeführt, die so genannten Psi-Erscheinungen. Die paranormalen Phänomene werden in mehrere Untergruppen unterteilt:

Die Auslöser derartiger Phänomene sind - nach Meinung vieler Psychologen - seelische Probleme einzelner Menschen, welche in das Unbewusste verdrängt werden und sich von dort aus "entladen"; oder derartige Phänomene werden als Ausdruck unterbewusster Probleme gedeutet.

Zauberei oder Spukerscheinungen sind ebenfalls ein Thema der Parapsychologie. Bei Zauberei, ebenso wie bei vielen anderen Phänomenen, ist eine genaue Kenntnis dessen, was durch nicht-parapsychologische Tricks erreicht werden kann, unerlässlich (Vergleiche zum Beispiel: Uri Geller).

Methoden der Erkenntnisgewinnung

Die Parapsychologie hat den Anspruch eine ernst zu nehmende Wissenschaft zu sein, welche mit streng wissenschaftlichen Methoden arbeitet und ihre Ergebnisse zur Diskussion stellt.

Die Parapsychologen unterteilen ihre Methoden in drei Gruppen

J. B. Rhine war der "Gründer" dieser Methode, zumindest revolutionierte sich durch seine Testreihen die Parapsycholgie.

Kritik

Da die Aussagen der parapsychologischen Forschung nach Aussage vieler Skeptiker nicht in das geltende physikalische Weltbild passen, wurden sie von Beginn an - oft zu Unrecht - kritisiert. Der Vorwurf, parapsychologische Phänomene würden nicht in das geltende physikalische Weltbild passen, ist jedoch nicht haltbar, denn ein Phänomen selbst kann keinem Weltbild widersprechen, lediglich theoretische Ansätze können derzeit geltenden physikalischen Theorien widersprechen. Den Parapsychologen wird zudem vorgeworfen, ihre Experimente seien nicht zweckmäßig, oder sie würden betrügen, meist ohne dass konkrete Belege für diese Behauptungen vorgelegt werden. Zudem wird behauptet, der wissenschaftliche Nachweis von Psi sei bis heute nicht gelungen. Es wird der Parapsychologie vorgehalten, dass sie trotz 120 Jahren Forschung bis auf minimale aber konstante Abweichungen vom Erwartungswert keine Ergebnisse oder Theorien vorgelegen kann, die ohne Zweifel belegen, dass es sich hier um ein Phänomen handelt, das nicht mit herkömmlichen Wissen der Psychologie oder Physik erklärbar ist. Dieser Vorwurf ist jedoch in vielerlei Hinsicht falsch. Einerseits können einige parapsychologische Experimentklassen wie z.B. die sogenannten D-MILS-Experimente (Direct Mental Interaction with Living Systems) sehr hohe und auch konstante Effektstärken vorweisen. Es ist also keineswegs so, dass nur winzigste Effekte gefunden wurden. Darüber hinaus ist es nicht das Ziel der Parapsychologie, zu zeigen, dass ein Phänomen nicht mit physikalischen oder psychologischen Ansätzen erklärbar ist, was wissenschaftstheoretisch auch nicht zweckmäßig wäre. Die Parapsychologie hat viel mehr zum Ziel, die auftretenden Phänomene in das geltende physikalische Weltbild zu integrieren, wozu es auch bereits theoretische Ansätze gibt. Skeptiker und seriöse Parapsychologen unterscheiden sich infolge dessen in der Bewertung der vorliegenden Fakten zum Teil sehr stark.

Alle derzeitigen Versuche, parapsychologische Phänomene, etwa mit der Quantenphysik, zu erklären sind sehr umstritten, auch wenn einige Forscher wie Walter v. Lucadou in ihren Forschungen empirische Belege für solche Ansätze sehen.

In der parapsychologischen Beratung arbeiten Mediziner, Psychologen und Sozialarbeiter, um Hilfesuchenden Rat und Unterstützung bei negativen Erfahrungen mit jeder Form des Okkulten zu geben. Hierbei kann es sich um Sektenmitgliedschaft, vermeintliche Verzauberung durch andere, Gespenster-Erscheinungen, UFO-Sichtungen, oder Ähnliches handeln.

Literatur

Weblinks

Organisationen

Verschiedene Texte

Foren und Chat

Usenet-Newsgroups

Siehe auch: Außersinnliche Wahrnehmung, IGPP, Anomalie und die englische Wikipedia !

See also: Parapsychologie, Anomalie, Apport, Asport, Außersinnliche Wahrnehmung, Bilokation, Edinburgh, Esoterik, Gespenst