Pariser Oper

Die Pariser Oper (heutiger offizieller Name Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen in der Geschichte der Oper durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle.

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Opéra Garnier
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Opéra Bastille

Das 1875 eröffnete Pariser Opernhaus, die nach ihrem Architekten benannte Opéra Garnier (auch Palais Garnier), wird seit 1989 hauptsächlich für Ballettaufführungen und klassische Opern genutzt. Mit einer Fläche von 11.237 m² ist die Pariser Oper das größte Theater der Welt, wird aber an Plätzen von der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper übertroffen.

Das neue Opernhaus Opéra Bastille an der Place de la Bastille wurde von dem Architekten Carlos Ott konzipiert. Am Vorabend des 200jährigen Jahrestags des Sturms auf die Bastille wurde es am 13. Juli 1989 eingeweiht.

Inhaltsverzeichnis

Gebäude der Pariser Oper seit 1671

Opéra Garnier

Die Oper wurde von 1862 bis 1875 vom Baumeister Charles Garnier im Auftrag von Napoleon III. erbaut. Nach dem Ende der Kaiserherrschaft Napoleons pausierte die Bautätigkeit für fast drei Jahre. Schließlich entschließ sich die Regierung der III. Republik jedoch, den Bau fertig stellen zu lassen.

Mit ihrem neobarocken, im Inneren üppig ausgeschmücktem Stil ist die Oper einzigartig unter den Pariser Bauwerken jener Zeit, die meist durch Klassizismus und Historismus bestimmt sind. Der Baumeister wollte mit der Oper einen eigenen Style Napoléon III schaffen.

Außen tragen Bogenpfeiler der unteren Fassade allegorischen Skulpturenschmuck: die lyrische Poesie, die Musik, das Idyll, die Deklamation, der Gesang, das Drama, der Tanz und das lyrische Drama. Über den Bogen sieht man Medaillons mit Abbildungen von Cimarosa, Haydn, Pergolesi und Bach. In den Nischen über der Loggia sind vergoldete Bronzebüsten großer Komponisten (Halévy, Meyerbeer, Rossini, Auber, Spontini, Beethoven und Mozart) abgebracht. Auf der Attika stehen Bronzegruppen der lyrischen Poesie mit den Musen und den Genien des Ruhmes. Die riesige Kuppel krönt eine Apollostatue, flankiert von Pegasusfiguren.

Dieses Opernhaus ist der Originalschauplatz der Geschichte des Phantoms der Oper. Realer Hintergrund dieser Geschichte sind mysteriöse Geräusche aus dem Untergrund während der ersten Aufführungen sowie ein nie völlig aufgeklärter Unfall, bei dem der tonnenschwere Kronleuchter im Zuschauerraum abstürzte, glücklicherweise ohne dass Menschen ernsthaft zu Schaden kamen.

1963 wurde das ursprüngliche Deckengemälde in der Kuppel über dem Zuschauerraum von Marc Chagall mit einem neuen Deckenbild übermalt.

Wichtige Uraufführungen an der Pariser Oper

Bedeutende Chefdirigenten

Weblinks

See also: Pariser Oper, 13. Juli, 1862, 1875, 1963, 1989, Alban Berg, Ballett, Barock, Bastille