Partikel (Grammatik)
Als Partikel werden Wörter bezeichnet, die unveränderlich, also nicht flexierbar sind. Sie bilden eine eigene Wortart.
Partikel in der deutschen Sprache
Zu den Partikeln gehören
- Präpositionen (an, auf, bei, mit ...)
- Konjunktionen (und, aber, weil, ...)
- Adverbien (dort, heute, geradeaus, ...)
- Modalpartikel (auch Abtönungspartikel), (sehr, freilich, halt, eben, ..)
- Fragepartikel (in einigen Dialekten, z.B. a in der Deutschkärntner Mundart)
Darüber hinaus gibt es die so genannten korrespondierenden Partikel, zu denen Phrasen wie weder ... noch oder sowohl ... als auch gehören.
Früher wurden auch die Interjektionen zu den Partikeln gerechnet.
Zur Zusammen- und Getrenntschreibung von Wortverbindungen aus Partikel + Verb siehe: Partikelliste
Man beachte die unterschiedlichen Formen des Plurals:
- die Partikeln für die oben genannten Wörter
- die Partikel für Teilchen
Partikel in der japanischen Sprache
Im Japanischen gibt es unzählige Partikel, die dem Wort eine andere "Rolle" zuweisen oder die Höflichkeit variieren. Man liest oft, dass die Partikel im Japanischen den Kasus des Wortes bestimmen, was aber eigentlich falsch ist, da es sonst unzählige Ausnahmeregeln gäbe.
Partikel in der koreanischen Sprache
Partikel folgen oft auf Nomen und funktionieren häufig wie Präpositionen im Deutschen. Sie haben die Funktion, den Kasus eines Nomens anzuzeigen. Partikel zeigen häufig auch die Rolle an, die ein Nomen im Satz hat. Mögliche Rollen sind: Subjekt, Objekt, Prädikat oder Topic. Kategorie:Grammatik
