Partition (Festplatte)

Eine Partition ist ein Abschnitt einer softwaregesteuerten Unterteilung einer Festplatte oder anderer Datenträger (z.B. eines USB-Sticks). Es können beliebig viele Partitionen eingerichtet werden. Die Partitionsgröße ist von der Hardware her nur in der maximalen Größe begrenzt, sonst beliebig festlegbar.

Inhaltsverzeichnis

Verwendung

Es gibt mehrere Gründe, die für Partitionen sprechen:

Gefahren

Da das Partitionieren im Allgemeinen nur selten durchgeführt wird, ist es üblicherweise schwer, Routine darin zu bekommen. Es sollte deshalb nur von Personen durchgeführt werden, die sich ausführlich mit der Thematik beschäftigt haben. Durch technische oder menschliche Fehler können Daten unwiderruflich verloren gehen. Es ist auf jeden Fall ratsam, vor dem Partitionieren seine Daten auf externe Speichermedien zu sichern.

Technik

Welche Partitionen auf einer Festplatte vorhanden sind, steht in der Partitionstabelle im MBR. Die Partitionstabelle ist eine einfache Tabelle aus 4 Zeilen. In ihnen stehen jeweils, wo eine Partition beginnt, wo sie endet und welchen Typs sie ist.

Partitionsarten PC-gestützter Systeme

Es gibt drei Partitionsarten:

Aus historischen Gründen sind nur vier Partitionen in der Partitionstabelle vorgesehen. Um mehr Partitionen zu ermöglichen, wurde die erweiterte Partition mit logischen Laufwerken geschaffen. Der praktische Unterschied ist, dass einige Betriebssysteme (z.B. MS-DOS, MS-Windows) nur von primären Partitionen gebootet werden können. Allerdings ist es mit Bootmanagern kein Problem, diese Hürde umzugehen.

Optionen

Für Partitionen können bestimmte Optionen gesetzt werden. Das kann mit einem Partitionerungsprogramm oder einem Bootmanager geschehen.

Eine Partition muss als bootfähig gekennzeichnet werden, damit der im MBR enthaltene Boot-Loader (ein kleines Programm welches das jeweilige Betriebssystem lädt bzw. eine Liste der verfügbaren Betriebssysteme anzeigt)nach dem Einschalten weiß, von welcher Partition, und damit welches Betriebssystem, gebootet werden soll.

Man kann Partitionen auch verstecken. Für ein Betriebssystem (gilt nicht für Windows 2000, XP so wie deren Serverpendants und nicht für Linux und BSD) ist sie dann unsichtbar, aber tatsächlich noch auf der Festplatte vorhanden.

Zugriff und Nutzung

Unter Windows wird jede Partition wie eine einzelne Festplatte behandelt. Die Partitionen werden in der Reihenfolge, wie sie auf der Festplatte vorhanden sind, mit max. 26 Laufwerksbuchstaben C:, D:, E: usw. bezeichnet.

Unter NT basierten Windows-Versionen können diese Laufwerksbuchstaben auch frei zugeordnet werden und ab Windows 2000 im Zusammenspiel mit NTFS kann eine Partition in ein Verzeichnis einer anderen Partition eingehängt werden. Diese Zuordnung kann auch im laufenden Betrieb geändert werden, wenn die Partition nicht in Benutzung ist.

Unter Unix können Partitionen während des laufenden Betriebs in das Dateisystem eingehängt und auch wieder abgehängt werden. Das geschieht entweder manuell mit mount(8) oder automatisch durch eine Konfigurationsdatei (z. B. /etc/fstab unter Linux). Unter Linux heißt die erste primäre Partition auf einer IDE-Festplatte /dev/hdx1, die zweite primäre /dev/hdx2 usw. Für SCSI-Festplatten gilt das analog für /dev/sdx. Logische Laufwerke fangen bei /dev/hdx5 an.

x steht bei der Master-Festplatte am ersten IDE-Bus für a, bei der Slave-Festplatte für b. c wäre nun das Master-Device des zweiten IDE-Busses usw. Die Bezeichnung beschränkt sich allerdings nicht nur auf Festplatten, es kann sich, beispielsweise bei /dev/hdc, auch um ein CD-ROM Laufwerk handeln. Möglich sind auch Zip-, Band- und andere Laufwerke.

Bei SCSI entspricht x dagegen i.d.R. der ID-Nummer des SCSI-Gerätes. D.h. die Festplatte mit der ID 1 entspricht dem Gerät /dev/sda. Diese werden Hardwaremäßig am Gerät eingestellt.

Beim Macintosh erscheint jede Partition mit einem eigenen Festplattensymbol auf dem Schreibtisch. Sie kann mit dem Befehl Auswerfen bzw. Zurücklegen vom Schreibtisch entfernt und damit ausgehängt werden.

Partitionierungsprogramme

Es gibt eine Reihe von Programmen, die das Partitionieren erleichtern. Auch einfache Konsolen- und DOS-Programme wie fdisk ermöglichen eine Partitionierung. Obwohl der Befehl unter DOS und Linux fdisk heißt, handelt es sich nicht um das selbe Programm.

Auch die Installationsprogramme der Betriebssysteme wie z.B. YaST2 für SuSE Linux bieten Partitioniermöglichkeiten an, um das neue Betriebssystem neben einem bereits installierten Betriebssystem auf der Festplatte unterzubringen. Dies ist meist jedoch nur ein Frontend für ein anderes Programm (z.B. fdisk im Falle von YAST2).

Vor allem für Unix gibt es eine Reihe von Tools, um Dateisysteme zu erstellen und zu verwalten. Siehe Unix Kommandos.

Weblinks

See also: Partition (Festplatte), Bandlaufwerk, Betriebssystem, Boot-Loader, CD-ROM, DOS (Betriebssystem), Dateisystem, Datensicherung, Festplatte, Fragmentierung