Partizipation
Partizipation (zugehöriges Verb: partizipieren) heißt übersetzt 'Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung'.
In der Soziologie bedeutet Partizipation die Einbindung von Individuen in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Wünschenswert sind vielfältige Partizipationsmöglichkeiten (Beteiligungsformen) und eine hohe tatsächliche Partizipationsrate.
Politisch gesehen gibt es einen ganzen Theoriezweig der Partizipatorischen Demokratie, die versucht die politische Beteiligung zu maximieren und möglichst viele Bürger an dem politischen Entscheidungsprozess teilhaben zu lassen. Eine leicht zu messende Partizipationsform ist die Wahlbeteiligung.
Innerhalb der Verwaltungswissenschaft entwickelt sich das Feld der Verwaltungsethik, das Möglichkeiten der Partizipation sowohl Interner (z.B. Mitarbeiter) als auch Externer (z.B. Bürger) in den Fokus rückt.
In der Betriebswirtschaft bedeutet Partizipation die Beteiligung von Mitarbeitern an der Entscheidungs- und Willensbildung einer hierarchisch höheren Ebene der Organisation.
In der Pädagogik versteht man unter dem Begriff der Partizipation die Einbindung von Kindern und Jugendlichen bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen. So werden z.B. Hausregeln von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen gemeinsam ausgehandelt, bei der Wahl von Entscheidungsträgern in der Jugendverbandsarbeit wird das Stimmrecht auch an unter 18jährige vergeben, um diese direkt am Entscheidungsprozess partizipieren zu lassen.
