Paul Graener

Paul Graener (* 11. Januar 1872 in Berlin; † 13. November 1944 in Salzburg) war ein deutscher Komponist und NS-Kulturpolitiker.

Graener ging 1896 nach London und unterrichtete hier auch. Von 1911 bis 1913 war er Direktor des Salzburger Mozarteums. Von 1920 bis 1924 war er Lehrer für Komposition am Konservatorium in Leipzig (wo er unter anderen auch Jon Leifs unterrichtete) und wurde 1930 in Berlin Direktor des Sternschen Konservatoriums. Seit 1933 führte er eine Meisterklasse der Akademie der Künste.

Der überzeugte Nationalsozialist Graener wurde bereits Ende der 20er Jahre Mitglied im nationalsozialistischen Kampfbund für deutsche Kultur, ab 1933 übernahm er die Führung der Fachschaft Komposition der Reichsmusikkammer, 1934 bis 1941 war er deren Vizepräsident. Graener erhielt zahlreiche Auszeichnungen des NS-Regimes.

Vor allem bei seinen Liedern steht Graener in der Tradition von Johannes Brahms, Hugo Wolf und Richard Strauss, verwendet gelegentlich aber auch eine atonale Tonsprache (in den "Galgenliedern" nach Morgenstern) oder orientiert sich am Impressionismus (in den Orchesterwerken "Don Juans letzte Abenteuer" und "Aus dem Reiche des Pan").

Graener, der in den 20er Jahren ein vielgespielter Opernkomponist war, wurde dank seiner politischen Aktivitäten im Nationalsozialismus in dieser Zeit zu einem der meistaufgeführten lebenden Komponisten in Deutschland. Seit seinem Tode wird er kaum noch gespielt, vielfach wird sein Werk als epigonal eingeschätzt. Am bekanntesten sind heute seine Morgenstern-Lieder, die in verschiedenen historischen Aufnahmen greifbar sind.

Inhaltsverzeichnis

Werke

Opern

Instrumentalwerke

Sonstiges

Literatur

Siehe auch

Liste der Komponisten

Graener, Paul Graener, Paul Graener, Paul Graener, Paul Graener, Paul

Personendaten
Graener, Paul
deutscher Komponist
11. Januar 1872
Berlin
13. November 1944
Salzburg

See also: Paul Graener, 11. Januar, 13. November, 1872, 1911, 1913, 1920, 1924, 1930