Paul Grice
Herbert Paul Grice (* 1913; † 1988) war ein englischer Philosoph.
Grice gilt als einer der originellsten Denker des Zwanzigsten Jahrhunderts. Er ist vor allem bekannt für seine Arbeiten in der Sprachphilosophie, insbesondere für seine Analyse der Sprecherbedeutung mit Absichten des Sprechers und seiner Analyse des mit einer Äußerung Implizierten. Das Implizierte nennt Grice Implikatur. Er erklärt die Implikaturen einer Äusserung mit Hilfe eines allgemeinen Kooperationsprinzips, dem eine Reihe von Konversationsmaximen unterstellt sind. Das Neue und Geniale an Grices Ansatz ist, dass er sprachliche Bedeutung entgegen einer unter Linguisten weit verbreiteten Ansicht ohne Rekurs auf einen Code oder Konventionen erklären kann.
Literatur
- Paul Grice, Studies in the Way of Words, Cambridge: Harvard University Press, 1989. (Grices wichtigste Aufsätze in der Originalsprache)
- Georg Meggle (Hg.), Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1993. (Grices wichtigste Aufsätze in deutscher Übersetzung zusammen mit Aufsätzen von anderen Philosophen)
- Stephen Neale, "Paul Grice and the Philosophy of Language", in: Linguistics and Philosophy 15: 509-559, 1992. (Ausgezeichnete Zusammenfassung von Grices Beitrag zur Sprachphilosophie)
Weblinks
Siehe auch
Sprachphilosophie -- Semantik -- Pragmatik (Linguistik) -- Bedeutung -- Sprecherbedeutung
Grice, Paul Grice, Paul Grice, Paul
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grice, Herbert Paul |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Englischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 1913 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1988 |
| STERBEORT | |
