Paul Siegfried Feige

Paul Siegfried Feige (* 1931 in Neu-Ulm; † 1994 in Unna) war ein deutscher Philosoph.

Er wurde als Sohn eines evangelischen Pfarrers im schwäbischen Neu-Ulm geboren. Nach dem Abitur im Jahre 1950 studierte er zunächst einige Semester Romanistik und Anglistik, um sich ab 1954 ganz der Philosophie zu widmen. 1959 promovierte Feige an der Universität München mit einer Arbeit über politisch-philosophische Fragestellungen im Werk des römischen Schriftstellers Sallust zum Doktor der Philosophie.

Danach arbeitete Feige als Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und publizierte mehrere philosophische Werke. Sein bekanntestes Werk ist die Trilogie "Logik der Wirtschaft", in der Feige versuchte, sich aus philosophischer Sicht wirtschaftstheoretischen Fragestellungen zu nähern. In dem 1967 erschienenen dritten Band "Zukunft des Wohlstands" stellte Feige sein Theorem von der "Asymmetrie der kapitalistischen Gesellschaft" auf, mit der er während der 68er-Jahre bei den revoltierenden Studenten auf eine gewisse Resonanz stieß.

Da er privat zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, musste Feige in den 1970er-und 1980er-Jahren seinen Unterhalt als Hausmeister und Volkshochschuldozent für Englisch und Französisch verdienen. Erst nach der Heirat mit der bekannten Hörfunkjournalistin Gisela Hemeier stabiliserten sich seine privaten Verhältnisse wieder.

Ende der 80er-Jahre machte Feige noch einmal mit einigen Fernsehauftritten Furore, in denen er auf die Ungleichgewichte in den Gesellschaften des entwickelten Kapitalismus hinwies.

Er starb 1994 in Unna an den Folgen eines Schlaganfalls.

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Personendaten
Feige, Paul Siegfried
Deutscher Philosoph
1931
Neu-Ulm
1994
Unna

See also: Paul Siegfried Feige, 1931, 1950, 1954, 1959, 1967, 1970er, 1980er, 1994