PC-DOS
PC-DOS ist der Name der IBM-Version von MS-DOS. PC-DOS weist sich intern teils als IBM-DOS aus. IBM hat darin einige Änderungen vorgenommen, die das Betriebssystem etwas stabiler und schneller gemacht haben. Bei der Austattung mit Tools wurde größtenteils bei Central Point statt bei Helix und Symantec zugekauft. Zusätzlich würde es mit dem von OS/2 bekanntem Rexx ausgerüstet.
Die neuesten Versionen PC DOS 7 und PC DOS 2000 (Stand 2004) enthalten einen guten Text-Editor, erlauben komprimierte Dateisysteme und haben verbesserte Jahr 2000 Kompatibilität und Euro (im Zeichensatz) Unterstützung. Von OEMs gerne verwendet um PCs nicht völlig ohne Betriebssystem verkaufen zu müssen, wenn sie weder Windows noch Linux installieren wollen. Auf dem selben Markt befinden sich auch zum Beispiel DR-DOS und FreeDOS.
DOS Betriebssysteme werden auch für Embedded Systeme verwendet oder um nicht mit neueren Betriebssystemen kompatible Software weiterverwenden zu können - eventuell in einem Fenster mit einer PC-Simulation, oder aber auch als voll installiertes System auf einem PC mit mehreren Betriebssystemen von denen man jeweils beim Booten dann ein System wählen kann.
"Lebenslauf"
PC-DOS wurde anfangs nicht als eigenständiges DOS ausgeliefert. Erst mit PC-DOS 5.0 trennte sich PC-DOS von MS-DOS. Die Unterschiede in Versionen vor 5.0 beschränkten sich aber wohl noch auf das Austauschen einiger MS durch IBM, sowie anderer Boot-Dateien. Programmatische Änderungen dürften sich auf wenige Codezeilen beschränkt haben. Eine Installation auf Nicht-IBM-PCs war mit allen PC-DOS Versionen möglich. Ab Version 6.1 wurde PC-DOS auch offen als Konkurrent zu MS-DOS postitioniert, und fand dank Verbesserungen, bei gleichzeitiger voller Kompatibilität (IBM verfügt auch über den Quellcode von Windwos 3.x) größere Verbreitung.
| DOS Version | Ausgabedatum | neue Funktionen / Änderungen zu MS-DOS |
|---|---|---|
| PC-DOS ?? | ... | Erstmals PC-DOS und MS-DOS getrennt vertrieben. |
| PC-DOS ?? | ... | msdos.sys und ?? durch ibmbio.com & ibmdos.com ersetzt |
| PC-DOS 5.00 | 1991 | Minimale Änderungen am Maustreiber; QBasic nicht enthalten, daher auch kein grafischer Texteditor; über 780 Seiten starkes Handbuch |
| PC-DOS 5.01 | ... | |
| PC-DOS 5.02 | 1992? | Interlink hinzugefügt |
| PC-DOS 6.10 | 1993 | PCMCIA-Unterstützung; Streamer-Backup; Online-Datenkomprimierung, Speicheroptimierung mit RAMBoost, CPBackup; zusätzlich zum normalen Handbuch je eines für Tastaturbelegungen, Datenträgerkomprimierung & genaue Erklärung aller Befehle mit sämtlichen Parametern. |
| PC-DOS 6.30 | 1995 | Entfernung von Code aus DOS-Versionen vor 3.0 - DOS wurde schneller, aber ältere Clipper-Versionen waren nur noch nach Patch lauffähig; Rechnen an der Befehlszeile mit acalc |
| PC-DOS 7.00 | 1995 | Programmiersprache REXX (aus OS/2) integriert; neuer grafischer Editor (E), mit rudimantärer Unterstützung für Programmiersprachen; Installation mit Mausunterstützung bei Update; File Update-Programm; grafische Hilfe; Power-Management; andere Online-Datenträgerkompression; RAMBoost optimiert; Reduzierung des Hauptspeicher-Bedarfs; mit DYNALOAD ließen sich erstmals Treiber im normalen Betrieb an der Befehlszeile nachladen (mit lh dynaload sogar is Upper-Memory); Andockunterstützung für Plug and Play-fähige Computer |
| PC-DOS 2000 | ... | eigentlich nur PC-DOS 7.0 Revision 1; Integration der auch für 7.0 verfügbaren Updates zur €uro-Unterstützung und Jahr 2000- Sicherheit |
grafische Benutzeroberflächen
thumb|PC/GEOS 4.x mit ISUI Oberfläche Erhältliche grafische Benutzeroberflächen für PC-DOS sind PC/GEOS, SEALOS und OpenGEM.
