Peel-Kommission
thumb|Vorschlag für eine Aufteilung durch die Peel Kommission Die Peel-Kommission war eine Kommission, welche die Briten während ihrer Mandatsherrschaft in Palästina einrichteten. Sie schlug im Juli 1937 erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor.
Nach vorangegangenen palästinensischen Aufständen setzte die britische Mandatsregierung im August 1936 eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Sir Robert Peel ein. Einflussreichstes Mitglied war der Oxforder Geschichtsprofessor Reginald Coupland. Die Kommission kam am 18. Januar 1937 in Palästina an und hörte über 130 Zeugenaussagen von Juden und Palästinensern (radikalen wie gemäßigten). Der Vorschlag der Kommission sah erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen Teil und einen arabischen Teil vor. Ersterer sollte die Küstenebene, das Jesreeltal und einen großen Teil von Galiläa umfassen, während letzterer die übrigen Gebiete (Judäa, Samaria und den Negev) mit Transjordanien (heute Jordanien) sowie einen britisch kontrollierten Korridor von Jerusalem bis an die Küste nach Jaffa enthalten sollte. Um möglichst homogene Bevölkerungen entstehen zu lassen, wurde ein gegenseitiger Bevölkerungstransfer erwogen.
Von der arabischen Seite wurde dieser Vorschlag - mit Ausnahme von König Abdallah von Transjordanien - abgelehnt, während die jüdische Seite geteilter Meinung war. Die britische Regierung ließ den Teilungsplan später fallen, setzte die Woodhead-Kommission ein und veröffentlichte das MacDonald Weißbuch.
