Penektomie
Penektomie nennt man die völlige Entfernung des Penis.
Neben medizinischen Gründen (Krebs) wird eine Penektomie heute meist aus Gründen der Geschlechtsidentität vorgenommen. Neben Transsexualität spielen viele Formen nicht in ein Schema passender Sexualität dabei eine recht geringe, aber spektakuläre Rolle.
Solch ein Fall liegt etwa bei dem sogenannten "Kannibalen von Rotenburg" Armin Meiwes vor, wobei nicht die Tatsache der wohl einvernehmlichen Penektomie und der guten Dokumentation des Geschehens einmalig ist, sondern die wohl einvernehmliche Tötung desjenigen, bei dem diese Penektomie durchgeführt wurde.
Sexual-Phantasien über eine Penektomie sind nicht völlig ungewöhnlich. Seit das Internet die Möglichkeit bietet anonym über solche Phantasien zu berichten, gibt es etliche Internetforen zu diesem Thema.
In den USA gibt es eine Untergrund-Szenen von Body-modificators, die in wenigen seltenen Fällen einvernehmliche Penektomien durchführen. Diese Untergrund-Penektomien sind gut durch Filme und Fotos dokumentiert, da diese Dokumente in der einschlägigen Szene sehr begehrt sind und deshalb einen beträchtlichen Wert besitzen. Die bekannteste Internetseite zu diesem Thema namens BME, auf der man solche Dokumente finden kann, ist in Deutschland indiziert.
In der Vergangenheit wurde auch bei bestimmten Gruppen von Eunuchen eine Penektomie durchgeführt, beispielsweise bei afrikanischen Eunuchen des ostafrikanischem Sklavenhandels. Des Weiteren unterziehen sich die meisten indischen Hijras nicht nur einer Kastration sondern auch einer Penektomie.
Bereits in den altägyptischen Mythen findet sich die Penektomie: Osiris wird von seinem Bruder Set getötet, in Stücke geschnitten, der Penis wird in den Nil geworfen. Der Frau des Osiris, Isis, gelingt es mit der Hilfe von Thoth, Osiris wiederzubeleben, muß aber ein künstliches Glied anbringen. Auf diesem Weg gelingt es ihr dann, mit Horus schwanger zu werden.
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