Pérolles-See
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300px|center|thumb|Pérolles See von der Staumauer aus gesehen | |
| Daten | |
| Name: | Pérolles-See |
| Lage: | Freiburg |
| Zuflüsse: | La Sarine |
| Abflüsse: | La Sarine (dt. Saane) |
| Grössere Orte am Ufer: | Freiburg im Uechtland |
| Besonderheiten: | Älteste Gewichtsmauer in Europa |
Der Pérolles-See ist ein Schweizer Stausee.
| Inhaltsverzeichnis |
Lage
Er befindet sich im Kanton Freiburg am Fusse der Stadt Freiburg.
Mit ihrer Fertigstellung im Jahre 1872 ist die Gewichtsmauer des Pérolles-Sees die älteste betonierte Staumauer in Europa.
thumb|Staumauer der Mageren Au
thumb|Skizze der Staumauer Magere Au
thumb|Das Elektrizitätswerk Oelberg
Geschichte
Der Ingenieur Guillaume Ritter hatte zu seiner Zeit eine unglaubliche Vision. Er wollte mit einer Mauer die Saane stauen, um dann mit dem Wasser und dem künstlichen Gefälle die Stadt Freiburg mit Trinkwasser und mit teledynamischer Energie versorgen. Mit den Turbinen sollten Pumpen das Wasser in die Speicher der Stadt befördern, um dann damit Hydranten und Wohnhäuser mit Wasser versorgen zu können. Die Pumpen und Antriebe für das teledynamische Kabel wurden im Werk Magere Au untergebracht.
Weiter sollte über ein teledynamisches Kabel Bewegungsenergie auf die Pérolles-Ebene geführt werden, um dort Energie für die Sägereien zu liefern. Das teledynamische Kabelsystem muss man sich wie einen Übertragungsriemen vorstellen, welcher über grosse Distanz auf Pfeilern geführt wird (ähnlich wie eine heutige Seilbahn).
Guillaume Ritter war überzeugt, mit dieser Anlage den industriellen Fortschritt nach Freiburg zu bringen.
Leider versorgte der Stausee erst im Frühjahr 1874 die Sägereien mit Energie. Auch war die gewonnene Energie viel zu teuer.
Die Wohnhäuser bekamen ihr Wasser erst im Herbst 1874. Die Qualität des Wassers liess aber sehr zu wünschen übrig.
Ab dem Jahre 1890 wurde das Werk Magere Au elektrifiziert.
Das teledynamische System wurde in der Folge im Jahr 1895 durch die Erzeugung von elektrischer Energie ersetzt.
Mit der Erhöhung der Staumauer im Jahre 1910 wurde auch das neue Elektrizitätswerk Oelbeg in Betrieb genommen. Durch einen Tunnel in der Saaneschlaufe unter dem "Bürgeln Hügel" wurde der Pérolles-See mit dem neuen Werk Oelberg verbunden.
Heute ist der See stark mit Sediment gefüllt. In den über 130 Jahren hat die Saane sehr viel Material an der Staumauer abgelagert. Diese Ablagerungen haben zum Teil zu kleinen Inselbildungen geführt. Beachten Sie den grünen Streifen mit den Sträuchen auf dem Bild (Blick von der Staumauer auf den See)
Technische Daten der Staumauer und des Sees
- Name der Talsperre: Magere Au
- Fertigstellung: 1872, Überhöhung um 2,5m im Jahr 1910
- Sperrentyp: Gewichtsmauer
- Kronenlänge: 120 m
- Dicke am Fuss 18m
- Dicke am Scheitel 4,5m
- Höhe: 20 m
- Stauvolumen: 0,4 Mio m³
- Betreiber: Entreprises Electriques Fribourgeoises
Das teledynamische System
Die Idee von Guillaume Ritter war für die damalige Zeit äusserst Visionär. Der Betrieb von einer grossen Sägerei und einer Wagenfabrik, welche ihre Antriebsenergie aus der Ferne beziehen. Mit den Turbinen in der Mageren Au wurde die Wasserkraft mittels eines Kabels bis auf die Pérolles Ebene geführt. Dazu musste eine Distanz von ca. 1 km und eine Höhen Differenz von ca. 70m überwunden werden. Auf Pfeilern wurde das Kabel durch einen kleinen Tunnel auf der Pérolles Ebene geführt und verteilt. Die Stadt Freiburg erhoffte sich aus der neuen Industrialisierung einen Aufschwung welche sie dringend brauchte. Der Strom und die Elektromotoren machte aber das teledynamische System sehr schnell obsolet. thumb|left|Staumauer mit auf der rechten Seite sichtabren Resten der Pfeiler für das teledynamische System aus dem Jahr 1872 thumb|left|Fotomontage eines Pfeilers mit Kabel des teledynamischen Systems thumb|left|Der Tunnel durch welches das Kabel auf die Pérolles Ebene geführt wurde
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