Peter Maiwald
Peter Maiwald (* 8. November 1946 in Grötzingen bei Nürtingen) ist ein deutscher Schriftsteller.
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Leben
Peter Maiwald ist der Sohn eines Angestellten und einer Hilfsarbeiterin. Nach dem Abitur studierte er acht Semester Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Universität München. Er brach dieses Studium ab und lebte ab 1968 als freier Schriftsteller in München. Im gleichen Jahr trat er der Deutschen Kommunistischen Partei bei. 1970 zog er nach Neuss. 1984 war er Mitbegründer der kritischen, linken Monatszeitschrift "Düsseldorfer Debatte"; dies führte noch im gleichen Jahr zu Maiwalds Ausschluss aus der DKP. Seit 1985 lebt er in Düsseldorf.
Peter Maiwalds frühe Veröffentlichungen waren Agitprop-Stücke in Brechtscher Manier, Gedichte und Lieder, die in linientreuer Weise dem Ziel der sozialistischen Agitation der Arbeiterschaft dienen sollten. Seit seinem Bruch mit dem dogmatischen Kommunismus greift Maiwald in seinen Gedichten verstärkt auf traditionelle Formen, Strophe und Reim zurück, die für ihn unverzichtbares Merkmal echter Lyrik sind. Neben dem lyrischen Werk entstanden zahlreiche Essays, Hörspiele und Rundfunkbeiträge.
Peter Maiwald gehört seit 1975 dem Verband Deutscher Schriftsteller an. Er erhielt 1976, 1980, 1986 und 1991 Arbeitsstipendien des Kultusministers des Landes Nordrhein-Westfalen, 1983 den Förderpreis zum Hölderlinpreis der Stadt Homburg, 1986 den Berliner Kritikerpreis und 1997 den Rheinischen Literaturpreis der Stadt Siegburg.
Werke
- Geschichten vom Arbeiter B., München 1975
- Antwort hierzulande, München 1976
- Die Leute von der Annostraße, Oberhausen 1979
- Balladen von Samstag auf Sonntag, Stuttgart 1984
- Guter Dinge, Stuttgart 1987
- Zugänge – Ausgänge, Köln 1989
- Das Gutenbergsche Völkchen, Frankfurt am Main 1990
- Springinsfeld, Frankfurt am Main 1992
- Wortkino, Frankfurt am Main 1993
- Lebenszeichen, Frankfurt am Main 1997
- Pauls Zauberland heißt Samarkand, Frankfurt am Main 1998
- 100 Geschichten, München [u.a.] 2004
Herausgeberschaft
- Als der Krieg zu Ende war, Düsseldorf 1980
Übersetzungen
- Margaret Atwood: Hoch oben im Baum, Frankfurt am Main 1994
Weblinks
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