Pierre d'Ailly

Pierre d'Ailly (* 1352 in Compiègne; † 9. August 1420 in Avignon; auch genannt: Peter von Ailly, Petrus von Ailly, Petrus de Alliaco) war ein französischer Theologe und ab 1411 Kardinal.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Peter von Ailly studierte am Navarra-Kolleg in Paris und war dort von 1384 bis 1389 Großmeister, als der er auch Johannes Gerson unterrichtete. 1389 war er Beichtvater Karls VI., 1389 bis 1395 Kanzler der Universität Paris. 1395 wurde er Bischof von Le Puy, 1397 von Cambrai. In den Auseinandersetzungen des Abendländischen Schismas setzte er sich für den Avignoner (Gegen-)Papst Benedikt XIII. ein, plädierte jedoch für den Rücktritt beider Päpste. Auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) unterstützte er Johannes Gerson. Die Initiative der beiden Theologen trug zur Beendigung des Schismas nach dem Konzil bei. 1418 zog sich Peter von Ailly nach Avignon zurück und verfasste vor allem mystische und asketische Werke.

Seine Werke sind geprägt vom Geist des Nominalismus und vor allem von Wilhelm von Ockham, Heinrich von Langenstein, Jean Gerson und Roger Bacon beeinflusst. Sein astronomisches und geographisches Buch Imago mundis (1410), in dem er hauptsächlich Texte aus den verschiedensten antiken und mittelalterlichen Schriften zusammenstellt, war eine der Quellen des Christoph Kolumbus für seine Idee, über den Atlantik einen Seeweg nach Indien zu suchen.

Werke

Literatur

Weblinks

d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre d'Ailly, Pierre Kategorie:Geboren 1352 Kategorie:Gestorben 1420

Personendaten
d'Ailly, Pierre
Peter von Ailly, Petrus von Ailly, Petrus de Alliaco
Theologe und Kardinal
1352
Compiègne
9. August 1420
Avignon

See also: Pierre d'Ailly, 1352, 1411, 1420, 9. August, Abendländisches Schisma, Antike, Askese, Astronomie