Petermännchen
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Die Petermännchen (Trachinidae) sind eine Familie von hauptsächlich im östlichen Atlantik und seinen Randmeeren vorkommenden Fischen, die zur Ordnung der Barschartigen gehören.
Durch ihre giftigen Flossenstacheln und die Gewohnheit, sich in Strandnähe in Sand oder Schlamm einzugraben, stellen einige Arten eine Gefahr für Badegäste dar. Sie zählen zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren, ihr Gift besteht aus einer Vielzahl von Proteinen und wirkt als Nerven- und Herzgift. Eine Vergiftung verläuft zwar in der Regel nicht tödlich, sie verursacht aber oft starke, meist sehr schmerzhafte Schwellungen, die sehr lange anhalten können. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Petermännchen werden als Speisefische geschätzt. In Frankreich gelten sie als Delikatesse, dort ist gesetzlich vorgeschrieben, dass den Fischen die Flossenstacheln entfernt werden, bevor sie in den Handel gelangen, da diese oft noch längere Zeit nach dem Fang aktiv sein können.
Arten
- Mittelmeer-Petermännchen (Trachinus aranaeus) - Verbreitung: Östlicher Atlantik, Mittelmeer
- Gewöhnliches Petermännchen (Trachinus draco; auch: Großes Petermänchen, Großer Weberfisch) - Verbreitung: Nordöstlicher Atlantik, Nordsee, Mittelmeer, Schwarzes Meer
- Strahlen-Petermännchen (Trachinus radiatus) - Verbreitung: Mittelmeer, afrikanische Atlantikküste von Marokko bis Senegal
- Kleines Petermännchen (Echiichthys vipera; auch: Viperqueise, Kleines Vipermännchen) - Verbreitung: Östliche Atlantikküste von Schottland bis Westafrika, Mittelmeer
- Trachinus armatus - Verbreitung: Afrikanische Atlantikküste von Mauretanien bis Angola
- Trachinus collignoni - Verbreitung: Afrikanische Atlantikküste von Gabun bis Kongo
- Trachinus cornutus - Verbreitung: Südöstlicher Pazifik vor Chile
- Trachinus lineolatus - Verbreitung: Afrikanische Atlantikküste von Guinea-Bissau bis Gabun
- Trachinus pellegrini - Verbreitung: Afrikanische Atlantikküste von Senegal bis Nigeria
