Pferdebahn
| thumb|none|Kohlentransportwagen einer Pferdebahn |
| thumb|none|New Yorker Pferdebahn um 1895 |
| thumb|none|Berliner Pferdestraßenbahnwagen Typ Metropol von 1885 |
| thumb|none|Abbildung einer Pferdeeisenbahn in einem Berliner U-Bahnhof |
Die Pferdebahn, Pferdeeisenbahn, Pferdetramway oder Rösslitram ist ein auf Schienen laufendes und von Pferden gezogenes Verkehrsmittel. Pferdebahnen gelten als technische Vorläufer der heutigen Eisenbahnen und Straßenbahnen, die ausschließlich mit Hilfe von Maschinen wie Lokomotiven oder Triebwagen bewegt werden. Ihre Hochzeit hatten die Pferdebahnen zu Beginn der Eisenbahnepoche als Verkehrsmittel für den Bergbau, so lässt sich im Ruhrgebiet vor der Eröffnung der ersten mit Dampflokomotiven betriebenen Eisenbahnen um 1835 bis 1838 ein Pferdebahn-Netz von etwa 50 km Gesamtlänge nachweisen.
Folgende bekannte Eisenbahnstrecken liefen entweder ganz oder teilweise als Pferdebahn:
- Rauendahler Schiebeweg in Bochum 1794
- Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden 1827
- Pferdebahn Prag - Lana, 1830
- Vohwinkel - Steele als Prinz-Wilhelm-Eisenbahn 1831
- Silscheder Kohlenbahn in Gevelsberg-Silschede 1832
- Nürnberg - Fürth als Bayerische Ludwigsbahn 1835 größtenteils mit Pferden
- Cottbus-Schwielochsee-Eisenbahn 1846-1879 - etwa 37 km lang, konnte nicht nachgerüstet werden
- Stadt Basel
- Stadt Zürich
Die Strecken wurden entweder kurze Zeit später zu normalen Eisenbahnstrecken mit Dampflokomotiven umgerüstet oder auch stillgelegt.
Im Bereich der Straßenbahnen hielt sich der Antrieb mit Pferden länger. Viele der deutschen und auch ausländischen Straßenbahngesellschaften begannen um 1880 ihren Betrieb mit Pferden.
In Kerschbaum, Gemeinde Rainbach im Mühlkreis, Bezirk Freistadt in Oberösterreich wurden ca. 500 Meter der Originalbahn nachgebaut.
Siehe auch: Pferdeomnibus, Geschichte der Eisenbahn, Kutsche, Fahrsport.
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