Philipp Neri

Der heilige Philipp Neri, it. Filippo, (* 22. Juli 1515 in Florenz; † 26. Mai 1595 in Rom) war neben Ignatius von Loyola und Karl Borromäus die herausragende Gestalt der Katholischen Reform im Rom des 16. Jahrhunderts.

Er studierte zu Rom bei den Augustinern, wurde Priester, gründete 1548 in Rom die Kongregation des Oratoriums, deren erster Generalsuperior er wurde.

Er fühlte sich von der Herrlichkeit göttlicher Liebe oft so tief ergriffen, dass er ausrufen mußte: "O Herr, halte ein mit den Strömen deiner Gnade!". Er bewegte seinen Schüler, den späteren Kardinal Baronius, unter dem Titel "annales" die erste Kirchengeschichte zu verfassen. Er war nach Franz von Assisi der populärste und ohne Vergleich der originellste aller katholischen Heiligen; den Kardinalshut schlug er mehrmals aus.

Er wurde 1622 heiliggesprochen zusammen mit Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Theresa von Ávila und Isidor von Sevilla, worauf in Rom die spöttische Rede ging, der Papst hätte am 12. März vier Spanier und einen Heiligen zur Ehre der Altäre erhoben.

Über seine Bedeutung für die Entstehung des musikalischen Oratoriums siehe Oratorium und Musik des 17. Jahrhunderts.

Johann Wolfgang von Goethe erklärte Philipp in seiner Italienischen Reise zu seinem Lieblingsheiligen.

Wegen seiner humoristischen Predigten wird er auch der "lachende Heilige" genannt. Er ist damit der Schutzpatron der Humoristen.

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Personendaten
Neri, Philipp
Filippo (it.)
katholischer Reformer und Heiliger
22. Juli 1515
Florenz
26. Mai 1595
Rom

See also: Philipp Neri, 12. März, 1515, 1548, 1595, 16. Jahrhundert, 1622, 22. Juli, 26. Mai