Philipp von Eulenburg

Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld (* 12. Februar 1847 in Königsberg; † 17. September 1921 auf Schloß Liebenberg bei Templin) war ein Diplomat und enger Vertrauter des deutschen Kaisers Wilhelm II.. thumb|Philipp zu Eulenburg-Hertefeld um 1905 1890 spielte er eine maßgebliche Rolle beim Sturz des Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck.

In der Zeit von 1894 bis 1903 war er Botschafter in Wien.

1903 schied er aus dem diplomatischen Dienst aus, besaß aber weiterhin das Vertrauen des deutschen Kaisers und übte großen Einfluss aus.

1906 warf der Publizist Maximilian Harden Eulenburg Homosexualität vor. Im Herbst 1908 kam es deswegen zu einem Sensationsprozess gegen Eulenburg wegen Vergehens gegen Paragraf 175 RStGB. Einer Verurteilung entging er wegen Verjährung der Taten.

Am 29. Juni 1908 wurde ein neuer Prozess eröffnet. Ihm wurde Meineid vorgeworfen, da er im Bülow-Brand-Prozess als Zeuge ausgesagt hatte, niemals sexuelle Handlungen mit Männern vorgenommen zu haben. Im September desselben Jahres wurde das Verfahren wegen Eulenburgs angeschlagenem Gesundheitszustand dauerhaft ausgesetzt.

In der Bevölkerung löste der Skandal einen Sturm der Entrüstung gegen Schwule aus, gegen die angebliche Verquickung von homosexuellen Männerfreundschaften und politischen Machtansprüchen.

Wilhelm II. war politisch bloßgestellt und ließ Eulenburg fallen. Eulenburg zog sich daraufhin aus dem politischen Leben zurück.

Siehe auch

Harden-Eulenburg-Affäre

Literatur

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Personendaten
Eulenburg und Hertefeld, Philipp Fürst zu
Diplomat
12. Februar 1847
Königsberg
17. September 1921
Schloß Liebenberg bei Templin

See also: Philipp von Eulenburg, 12. Februar, 17. September, 1847, 1890, 1894, 1903, 1906, 1908