Piccoloflöte
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| it.: flauto piccolo, ottavino en.: piccolo, octave flute fr.: petite flute | ||||||
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Die Piccoloflöte (auch: das Piccolo) ist eine kleinere Bauform der Querflöte. Sie ist eine Oktave höher gestimmt und gilt als das höchste klassische Holzblasinstrument.
Aufbau
Im Großen und Ganzen ist die Piccoloflöte gleich aufgebaut wie ihre große Schwester, allerdings hat sie ein engeres Anblasloch, nur selten ein separates Fußstück und die Tonlöcher liegen näher beieinander.
Der Korpus ist mit ca. 32 cm Länge etwa halb so groß wie jener der Flöte und hat einen Durchmesser von etwa 1 cm. Er kann aus Holz (z.B. Grenadill) oder Metall (Silber, Messing) sein, manchmal finden sich auch Piccoloflöten aus Kunststoff. Die Klappe (Blasinstrument)n und Mechanik, die nach dem Böhm-System konzipiert sind, sind zumeist aus Silber oder anderen Metallen.
[[Bild:Manet, Edouard - Young Flautist, or The Fifer, 1866 (2).jpg|thumb|left|Edouard Manet: Der Pfeifer]]
Geschichte
Eine frühe Form der Piccoloflöte findet sich seit dem Mittelalter in der Militärmusik, als eine Schwegelpfeife mit sechs Löchern, die gemeinsam mit der kleinen Trommel den typischen Klang der Infanterie ausmachte. In diesem Konnex hielt sich das Instrument bis ins 18. Jahrhundert. Parallel dazu wurde versucht, die neu entwickelte Traversflöte in anderen, also auch höheren, Stimmlagen zu bauen. So unterlag das Piccolo im Laufe der Zeit den gleichen baulichen Entwicklungen wie die Querflöte und wurde ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch immer häufiger mit dem Böhm-System versehen.
Für Militär- und Blasmusik wurde das Piccolo auch in anderen Stimmungen wie des² oder es² gebaut, diese Instrumente sind heute aber nur mehr selten anzutreffen.
Verwendung in der Musik
Schon in der Barockmusik gibt es Partiturzeilen mit Bezeichnungen wie flauto piccolo oder flautino, es ist aber unklar, ob diese Stimmen tatsächlich für eine kleine Querflöte oder nicht doch für eine hohe Blockflöte komponiert sind.
Spätere Komponisten setzten das Piccolo einerseits ein, um durch die Nachahmung der Pfeifen in der Janitscharenmusik exotisches Kolorit zu erzeugen (wie in Mozarts Entführung) oder für schrille, naturähnliche Effekte wie das Pfeifen eines Sturms oder die Elektrizität eines Blitzes. In großen romantischen Opern finden sich schneidende Piccolo-Passagen vor allem bei großen Chor- und Schreckensszenen.
Spätestens bei Richard Strauss und Gustav Mahler ist das Instrument ein vollwertiges Mitglied des Holzbläsersatzes und wird zeitweise auch als Soloinstrument eingesetzt.
