Piperonal

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Strukturformel
right
Allgemeines
Name Piperonal
Andere Namen Heliotropin
Summenformel C8 H6 O3
CAS-Nummer 120-57-0
Kurzbeschreibung -
Eigenschaften
Molmasse 150,14 g/mol
Aggregatzustand fest, flüssig
Dichte - kg/m³
Schmelzpunkt 37°C
Siedepunkt 263°C
Dampfdruck - Pa (x °C)
Löslichkeit gut löslich in Ethanol, schlecht in Wasser
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
70px
T
Giftig
R- und S-Sätze

R:
S:

MAK -
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Piperonal oder auch:(Piperonal, 3,4-(Methylendioxy)-benzaldehyd, Piperonylaldehyd, Methylen-Protocatechualdehyd; engl.: 3,4-Methylenedioxy-benzaldehyde, 1,3-Benzodioxole-5-carboxaldehyde, Piperonyl Aldehyde, Heliotropine, dioxymethyleneprotocatechuic aldehyde)

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Piperonal kommt in geringen Mengen in den Blütenölen von Echtem Mädesüß (Filipendula ulmaria) und der Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia) vor; jedoch nur in geringsten Mengen. Es wird gewonnen durch Oxidation von Isosafrol mit Kaliumdichromat.

Gewinnung und Darstellung

Heliotropin auch als Piperonal bezeichnet. Dieser Name stammt von der erstmaligen Synthese, welche von dem Pfefferinhaltsstoff Piperin ("Piperyl-Piperidin") ausging. Die durch Zerfall von Piperin entstandene Piperinsäure produzierte nach einer Umsetzung mit Kaliumpermanganat in alkalischer Lösung Piperonal.

Möglichkeit a: Isomerisierung von Safrol zu Isosafrol und nachfolgende Oxidation zu Piperonal mittels Kaliumpermanganat, Kaliumdichromat oder Ozon.

Möglichkei b: Aus Brenzcatechin (Pyrocatechol) und Glyoxylsäure unter intermediärer Bildung von Protocatechualdehyd bzw. von 3,4-Methylendioxymandelsäure.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Heliotropin kommt in Form von meißt farblosenweniger weißen, gut ausgebildeten Kristallen vor, die sich unter dem Einfluß von Licht, großer Hitze oder im Kontakt mit Eisen z.B. Blechdosen braun färben. Der Stoff ist in [Ethanol] 96% und in [Diethylether] leicht löslich, in Wasser sehr schwer (1:500), in Glycerol so gut wie gar nicht. 1 g Piperonal löst sich in 4 ml verdünntem Ethylalkohol 70%. Der Schmelzpunkt liegt mit 35 bis 37 °C also relativ niedrig.

Verwendung

Aufgrund der vielseitigen Einsetzbarkeit und seines angenehmen Heliotropgeruches ist Piperonal ein außerordentlich wichtiger Parfümbestandteil.Als Basis für Heliotropgerüche, zur Seifeparfümierung usw. Wichtiges Vorprodukt bei der Herstellung von MDA oder MDMA

Besondere Hinweise für bestimmte Chemikaliengruppen

Wichtig: In der Europäischen Union ist die Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Veräußerung, Abgabe,Inverkehrbringen und der Erwerb von Heliotropin ohne eine spezielle Erlaubnis des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verboten und strafbar. Dasselbe gilt u.a. für die Stoffe Safrol und Isosafrol. Apotheken benötigen diese Erlaubnis für ihren gewöhnlichen Geschäftsbetrieb nicht. Nationale Rechtsgrundlage: Grundstoffüberwachungsgesetz vom 07.10.1994 Toxikologie, Handhabung, Grenzwerte

Wiki/Weblinks

http://www.chemikalienlexikon.de


Weitere Informationen hierzu im WikiProjekt Chemikalien.

See also: Piperonal, Aggregatzustand, CAS-Nummer, Dampfdruck, Dichte, Gefahrensymbole, Grad Celsius, Heliotrop