Planetesimale

Planetesimale sind die Vorläufer und Bausteine von Planeten.

Planetesimale bilden sich durch Akkretion, einen Prozess, bei dem sich mikroskopisch kleine Staubteilchen eines präsolaren Nebels (der Vorläufer eines Sonnensystems) zu größeren Partikeln zusammenballen. Stoßen solche Teilchen mit niedriger Geschwindigkeit zusammen, verkleben sie aufgrund chemischer Bindungen oder Oberflächenhaftung miteinander. Körper, die auf diese Weise auf einen Durchmesser von etwa einen Kilometer angewachsen sind, bezeichnet man als Planetesimale.

Für deren weiteres Wachstum ist in erster Linie die Gravitation verantwortlich. Die Körper sammeln nur geringe Mengen Staub ein, vereinigen sich aber mit anderen Planetesimalen zu noch größeren Objekten. Mit Erreichen einer gewissen Masse werden die lose gebundenen Planetesimalhaufen durch die Gravitation zu einem einheitlichen Objekt zusammengepresst, das bei genügend hoher Masse sich im Innern aufheizt und flüssig wird.

Computersimulationen haben gezeigt, dass der Prozess des Zusammenballens in einem relativ kurzen Zeitraum stattfindet. In nur 100.000 Jahren konnten sich die Planetesimale des frühen Sonnensystems zu planetaren Körpern von der Größe des Erdmondes oder des Planeten Mars entwickeln.

See also: Planetesimale, Akkretion, Chemische Bindung, Computersimulation, Erdmond, Geschwindigkeit, Gravitation, Mars (Planet), Masse (Physik), Partikel