Playlist
Der Ausdruck Playlist kommt aus dem englischen und kann frei mit Titelliste übersetzt werden. Er bezeichnet heute vorwiegend die Zusammenstellung von digitalen Musikstücken (siehe auch MP3), die auf Computern abgespielt werden.
Ursprünglich wurde der Begriff im Radiobereich verwendet und bezeichnet dort die Auflistung der Musikstücke, die während einer Sendung gespielt werden sollen. Heute wird in den meisten kommerziellen Radio- und Musik-TV-Sendern ein sogenanntes Rotationsprinzip eingesetzt. Die Playlists werden dabei automatisch aus einem Pool an vorgegebenen Musikstücken generiert. Dieser Pool wird von einer Musikredaktion gepflegt, die festlegt, welcher Titel wie oft im Programm auftaucht und die einzelnen Titeleinträge eventuell noch mit weiteren Meta-Informationen versehen, um beispielsweise zu verhindern, dass Titel gleicher Interpreten in unterschiedlichen Musikprojekten nicht hintereinander gespielt werden (zum Beispiel sollte nach einem Titel von Phil Collins kein Titel von Genesis gespielt werden).
Das Prinzip der Rotationsplaylisten wird vor allem im Privatradio sehr stark überreizt, oftmals besteht der Pool, aus dem die Musikauswahl des Senders besteht, aus nur wenigen hundert Titeln. Manche Titel hört man so mehrmals am Tag, teilweise werden diese hohen Rotationsplätze sogar von Plattenfirmen erkauft.
Anwendungsgebiete auf dem PC
Alle gängigen Audioplayer wie Winamp oder der Windows Media Player unterstützen Playlists. In diesen wird die Reihenfolge festgelegt, in der bestimmte Titel abgespielt werden sollen. Die Playlists können hierbei auch abgespeichert werden. Ein Beispiel ist hier das Format M3U.
