Pleura

Die Pleura (von griechisch πλευρά, plevrá - Seite, Flanke, Rippe), deutsch Brustfell, ist eine dünne seröse Haut, die

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Aufbau

Sie besteht histologisch aus einschichtigem Plattenepithel, welches ontogenetisch vom Mesothel abstammt, und einer Lamina propria und sondert seröse Flüssigkeit ab; die beiden Blätter sind durch einen dünnen, druckdichten Spalt, die Pleurahöhle oder Cavitas pleuralis, voneinander getrennt, in dem sich Ergüsse oder Metastasen sammeln können, und schlagen am Hilus der Lunge und dem Ligamentum pulmonale ineinander um. Fußwärts an den Zwerchfellrändern und zur Brustmitte hin im Mediastinum hat sie Reserveausbuchtungen (Recessus), um die Lungenausweitung beim Atemvorgang zu gewährleisten. Die sensible Nervenversorgung des Brustfells übernehmen Äste des zehnten Hirnnerven, des Nervus vagus - das Lungenfell dagegen hat wahrscheinlich gar keine Schmerzempfindung.

Funktion

  1. Die Pleura ist eine gleitende Verschiebeschicht für die Lungenbewegungen;
  2. die Pleura ist ein unbedingt notwendiges Sog-vermittelndes Medium für die Atmung: Durch relativen Unterdruck im Pleurazwischenraum und die kapillare Adhärenz der Pleurablätter müssen die Lungen beim Einatmen der aktiven Ausdehnung von Brustwandmuskeln und v.a. Zwerchfell folgen.

Bedeutung (Pathophysiologie)

Wird der relative Unterdruck zwischen beiden Pleurablättern aufgehoben (z.B. durch einströmende Luft bei Stichverletzung), so folgt die Lunge dem sich ausdehnenden Brustkorb beim Einatmen nicht mehr, was schließlich zum Zusammenfallen des auf Entfaltung angewiesenen Lungenflügels führt (Pneumothorax).

Untersuchung der Pleura

Krankheiten der Pleura

Siehe auch

Pneumothorax


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See also: Pleura, Adhärenz, Anamnese, Asbest, Atmung, Auskultation, Bakteriologie, Biopsie, Brusthöhle