Pluralistische These

Die pluralistische These ist eine Demokratietheorie zur Beteiligung elitärer Verbände an der politischen Macht.

Sie wurde von Laski und Dahl als Gegenmodell zum Neokorporatismus aufgestellt. Politische Macht ist der These gemäß das Ergebnis einer relativ egalitären Konkurrenz einer Vielzahl von Verbänden, "pressure" und "veto-groups".

Vorausgeht die Feststellung, daß die früher meinungsbildende adlig-großbürgerliche Oberschicht mit dem Ende der NS-Diktatur untergegangen ist, dieser Platz aber teilweise von Wirtschaftseliten übernommen wurde. Im Nachkriegsdeutschland fehlte zudem eine kulturelle Homogenität der Führungsschichten und (bis heute) die gemeinsame Erziehung in privilegierten Schulen. Die Schulerziehung hat beispielsweise in den USA und Frankreich großen Einfluß auf die Elitenbildung.

Die Elite formt sich heute weitgehend durch exklusive soziale Infrastruktur oder Ideologie (Clubs wie Rotarier, Unternehmerverbände, Religionsgemeinschaften).

Siehe auch: Demokratie, Demokratietheorie, Neokorporatismus, Pluralismus.


Kategorie:Demokratie Kategorie:Politologie Kategorie:Staatsphilosophie

See also: Pluralistische These, Adel, Bourgeoisie, Dahl, Demokratie, Demokratietheorie, Elite, Frankreich, Ideologie, NS-Diktatur