Politisches System der DDR

Das politische System der DDR war eine sozialistische Volksrepublik, die nach den Prinzipien des Demokratischen Zentralismus aufgebaut war.

Oberstes Organ war die Volkskammer, deren Zusammensetzung schon vorher feststand - zur Wahl stand nur eine Einheitsliste der Nationalen Front aus SED, den Blockparteien CDU, LDPD, NDPD, DBD und den Massenorganisationen FDGB, FDJ, DFD und Kulturbund.

Von der Volkskammer bestimmt wurden der Staatsrat als kollektivem Staatsoberhaupt und der Ministerrat als Regierung der DDR.

Der Staatsaufbau war strikt zentralistisch ausgerichtet.

Wie auch in anderen sozialistischen Staaten lag die Macht aber nicht bei den auf der jeweiligen Ebene formell höchsten Gremien, was im Falle der DDR die Volkskammer gewesen wäre, sondern bei den jeweiligen Strukturen der Staatspartei SED. Das eigentliche Machtzentrum waren somit weniger Ministerrat und Staatsrat, sondern vielmehr Politbüro und Sekretariat des Zentralkommitees der SED.

See also: Politisches System der DDR, Blockpartei, CDU (DDR), DBD, Demokratischer Frauenbund Deutschlands, Demokratischer Zentralismus, FDGB, FDJ, Kulturbund, LDPD