Polo (Sport)
Polo ist eine sehr exklusive weil aufwändige Mannschaftssportart, bei der die auf Pferden reitenden Spieler einen 7-8 Zentimeter großen 130 Gramm schweren Ball mit einem langen Holzschläger in das gegnerische Tor schlagen müssen. Jeder Spieler braucht im Wettkampf als Schutz einen Polohelm mit optionalem Gesichtsschutz und mehrere Pferde zum wechseln, um die Belastung für die Tiere erträglich zu gestalten.
Die Anfänge des Polosports entstanden in Zentralasien um ca. 700 v. Chr.. Angeblich wurden die Köpfe von hingerichteten Gefangenen als Ball verwendet. Durch englische Kolonialoffiziere in Indien kam Polo im 20. Jahrhundert nach Großbritannien. 1859 wurde der erste englische Polo-Club gegründet. Polo war 1900, 1908, 1920, 1924 und 1936 olympische Disziplin.
Das Spielfeld ist 300 Yards (ca. 270 Meter) lang und 200 yd (ca. 180 m) breit, das Tor ist 8 yd (ca. 7,20 m) breit. Gespielt wird mit zwei Mannschaften mit je vier Spielern, daneben gibt es zwei berittene Schiedsrichter auf dem Feld und einen Oberschiedsrichter am Spielfeldrand. Das Spiel ist in Zeitabschnitte (sog. Chucka) eingeteilt, die jeweils 7,5 Minuten lang sind. Ein Spiel kann zwischen vier und acht Chucka lang sein. High Goal Polo ist die höchste Spielklasse. Der gegenwärtige Prince Charles war als begeisterter Polospieler aktiv.
Im ältesten deutschen Poloclub in Hamburg wird traditionell die Deutsche Polo-Meisterschaft, der Rolex Crown Cup, ausgetragen.
In Deutschland gibt es derzeit ca. 300 aktive Polo-Spieler. Der beste deutsche Spieler mit einem Handicap von +5 ist Thomas Winter aus Hamburg gefolgt von Christopher Kirsch aus Hamburg mit einem HDC von +4. Die Handicap Bewertung geht von -2 bis +10. Die besten Polo-Spieler der Welt kommen in der Regel aus Argentinien mit einem HDC von +10.
Links
- http://www.dpv-poloverband.de/start1.html - Homepage des Deutschen Poloverbands (DPV)
