Polynesier
Als Polynesier wird eine Gruppe von Völkern bezeichnet, zu dem unter anderem die Maori auf Neuseeland, aber auch die Bewohner von Hawaii, Tahiti und Fidschi zählen.
Seit etwa 6000 Jahren besiedelten die Polynesier die Inseln des Pazifiks. Wohl bedingt durch die lange Isolation der Polynesier ist ihre ursprüngliche Herkunft sehr umstritten. Genomforschungen legen eine Herkunft aus Taiwan nahe, aber auch Neuguinea ist in der Debatte.
Die Polynesier gehörten zu den geschicktesten Seefahrern der Geschichte. Sie besiedelten viele der rund 10000 Inseln des südlichen Pazifik, darunter Tonga, Neuseeland, Hawaii und die Osterinsel.
Zwischen 200 v. Chr. und 400 n. Chr. segelten Polynesier nach Norden, in westlichen Bogen nach Melanesien und Mikronesien. Andere östlich gegen Strömung und Wind zu den Cookinseln. Von dort aus, irgendwann zwischen der Zeitenwende und 600 n. Chr. entdeckten sie Tahiti, die Tuamotus, die Marquesas, Mangareva und Pitcairninseln. Sie fuhren aus, um neue Inseln und Plätze für ihr Volk zu finden.
Die Kunst sich auf dem Wasser zu orientieren war einer Elite, genannt Wasseresser vorbehalten. Der Schiffstyp, den die Polynesier benutzten, hieß Auslegerkanu und bestand aus zwei Rümpfen.
Die Wasseresser, Angehörige einer hochgeachteten Sippe, navigierten mit Hilfe von Sternen, Vogelscharen in der Nähe von Inseln und Wellenströmungen.
Siehe auch: Polynesische Sprache, Polynesien
