Population (Biologie)
Eine Population ist eine Gruppe von Individuen, die auf Grund ihrer Entstehungsprozesse miteinander verbunden sind und in einem einheitlichen Areal zu finden sind.
Für organismische Populationen sind die Individuen durch folgende Entstehungsprozesse generativ miteinander verbunden:
- Zellteilung oder Sprossung bei Einzellern;
- vegetative Vermehrung oder sexuelle Fortpflanzung bei Ein- und Vielzellern.
Die Charakterisierung einer Population erfolgt durch Art (Ausprägung, Gestaltung), Häufigkeit und Variationsbreite der
- Allele
- Genotypen (Allelkombinationen)
- Phänotypen (durch die Allelkombinationen bedingte Merkmalskombinationen)
Die Veränderung einer Population, ihre Entwicklung oder Evolution, ist an der Änderung dieser charakterisierenden Merkmale ablesbar.
Eine Population, die sich im Hardy-Weinberg-Gleichgewicht befindet, weist über viele Generationen hinweg keine Veränderung der Allel- oder Genotypenfrequenzen auf.
Eine Mendel-Population bilden Organismen mit sexueller Fortpflanzung.
Die Populationsbiologie untersucht unter anderem die Populationsdichte, die Populationsdynamik und die Populationsgenetik.
Literatur
- Werner Kunz: Was ist eine Art? In der Praxis bewährt, aber unscharf definiert. Biologie in unserer Zeit 32(1), S. 10 - 19 (2002), ISSN 0045-205X
Siehe auch:
Art (Biologie), Räuber-Beute-Beziehung, Volterra-Gesetze, Ökologie, Genetik, Evolutionstheorie
