Porenbeton

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Porenbeton (früher Gasbeton ; Markenname z.B. Ytong) ist ein verhältnismäßig leichter poröser, mineralischer Baustoff auf der Grundlage von Kalk-, Kalkzement- oder Zementmörtel, der grundsätzlich einer Dampfhärtung unterzogen wird.

Inhaltsverzeichnis

Einordnung

Im Sinne der Begriffsdefinition von Beton ist Porenbeton kein Beton, er enthält keine Zuschlagstoffe sondern große Luftporen. Porenbeton gehört zu den so genannten dampfgehärteten Baustoffen. Trotz seines Namens ist er keine Abart des Betons eben weil die spezielle Dampfbehandlung mit gesättigtem Wasserdampf unerlässlich ist. Das nächst verwandte Material zu Porenbeton ist Kalksandstein, auch ein dampfgehärteter Baustoff. Dem Porenbeton ähnlich ist noch Schaumbeton, ein durch Schäumen oder Blähen porosierter Normalbeton.

Herstellung

Porenbeton wird aus den Rohstoffen Brandkalk, Zement und Quarzsand hergestellt. Der Sand muss fein gemahlen sein, ein Teil des Sandes kann durch Flugasche ersetzt werden. Zuerst werden die Rohstoffe im Verhältnis von z. B. 1:1:4 unter Zugabe von Wasser zu einer Mörtelmischung angemacht. In die fertige Suspension rührt man schließlich eine geringe Menge an Aluminiumpulver. Die Mörtelmischung wird in Wannen gegossen, wo das metallische, feinteilige Aluminium in der alkalischen Mörtelsuspension Wasserstoffgas entwickelt. Es entstehen viele kleine Gasblasen, welche die allmählich ansteifende Mischung aufschäumen. Nach 15 bis 50 Minuten ist das Endvolumen erreicht, es liegen nun Blöcke von drei bis acht Meter Länge, ein bis eineinhalb Meter Breite und 50 bis 80 cm Höhe vor. Diese nur kuchenfesten Blöcke werden mittels Drähten zerteilt auf die gewünschten Stein- oder Bauteilgrößen. Durch Härten in speziellen Dampfdruckkesseln, den Autoklaven, bei Temperaturen von 180 bis 200 °C in Wasserdampf unter Sattdampfdruck, 10 bis 12 bar, erhält das Material nach 6 bis 10 Stunden seine endgültigen Eigenschaften. Bei der Produktion im geschlossenem Kreislauf fallen weder luft-, wasser- noch bodenbelastende Schadstoffe an. Durch die Härtung mit Wasserdampf spart Porenbeton bei der Produktion deutlich Energie ein.

Bewehrung

Bauteile aus Porenbeton enthalten wie Bauteile aus Stahlbeton eine Bewehrung, die Zugkräfte aufnehmen kann. Fertigbauteile aus Porenbeton kommen als Wand-, Decken und Dachplatten zum Einsatz, auch hier als einfachste Lösung für hohe Wärmedämmung.

Verwendung

Aus Porenbeton werden Mauersteine und Fertigbauteile gefertigt. Die geringe Dichte des Materials bringt eine vergleichsweise hohe Wärmedämmwirkung mit sich, aber die Schalldämmung ist zugleich eher mäßig. Porenbeton wird im Mauerwerksbau für Außenwände und Innenwände genutzt. Als monolithische Außenwand kommen seine Vorteile, höhe Wärmedämmung und homogenes Vollmaterial, vor allem zur Geltung. Beliebt ist auch die Verwendung für den individuellen Innenausbau wegen der leichten und vielseitigen Bearbeitbarkeit des Materials.

Anhang

Verwandte Begriffe

Beton, Kalksandstein

Fremdsprachige Äquivalente

Englisch: porous concrete, gas concrete, aircrete, AAC, autoclaved aerated concrete, autoclaved cellular concrete
Français: béton cellulaire
Espagñol: hormigón celular autoclavado
Esperanto: porobetono
Tschechisch pórobeton m
Ungarisch: pórusbeton

Weblinks

Xella Porenbeton


Kategorie:Baustoff Kategorie:Schaum

See also: Porenbeton, Autoklav, Baustoff, Bauteil, Bauwesen, Begriff, Beton, Bewehrung, Definition, Esperanto