Pororoca
Die Pororoca, auch Amazonaswelle genannt, ist eine den Amazonas hinauf laufende Tiden-Welle.
Bei Voll- und Neumond werden riesige Wassermengen im Meer, die sich bis zu einer Höhe von 5 Metern aufbauen, in die Mündung des Amazonas hineingedrückt. Diese Riesenwelle rollt gegen die Strömung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 65 Kilometer pro Stunde bis 800 Kilometer weit ins Landesinnere.
Das Grollen, welches die Ankunft der Welle ankündigt, wird von den Indianern Pororoca "großer Lärm" genannt. Nachdem der Fluß im Frühjahr durch die Regenzeit angeschwollen ist, treffen die Fluten des Ozeans auf die enormen Wassermengen des Amazonas. Durch das geringe Gefälle des Stroms werden die Fluten bis 600 Kilometer weit in das Landesinnere gedrückt, wo sie zum Teil große Schäden anrichten.
Im Frühjahr, wenn sie wegen der Regenzeit sehr voll sind, trifft das Wasser des Amazonasflusses auf die steigende Flut im Ozean. Das Wasser kann nicht abfließen und wird durch das Meerwasser zurück in den Fluss gedrückt. Da die Amazonasflüsse nur ein sehr geringes Gefälle haben, fließt das Wasser über 600 Kilometer weit stromaufwärts. Die Welle kann bis zu drei Metern hoch werden und alles mitreißen, was sich ihr entgegenstellt.
Die Pororoca ist vor allem für Surfer ein Paradies. So schaffte es 2003 Adilton Mariano 34 Minuten lang auf einer Riesenwelle zu surfen.
Dem Brasilianer Picuruta Salazar soll es gelungen sein, 37 Minuten lang mit der Welle zu surfen, dabei legte er mehr als 12 Kilometer zurück.
