Port Stanley
thumb|Kirche in Port Stanley Stanley (auch Port Stanley genannt; argentinischer Name: Puerto Argentino), ist die einzige Stadt und zugleich Hauptstadt und Regierungssitz der Falklandinseln (arg.: Islas Malvinas). Sie befindet sich auf der East Falkland-Insel. Sie ist eine Hafenstadt, und hat ca. 1.700 Einwohner.
Die Siedlung wurde 1843 begründet, seit 1845 ist der Ort Hauptstadt. Sie wurde nach Lord Stanley benannt, dem Secretary of State for War and the Colonies Englands. Zur Zeit des Britischen Empires war der Ort eine wichtige Versorgungsstation der britischen Marine. Stanley übernahm als Tiefseehafen die Reparatur von Schiffen, wurde eine Basis für Walfänger und Robbenjäger und versorgte die Schiffe mit Kohle. Erdrutsche, ausgelöst durch intensive Torfgewinnung, führten 1879 und 1886 jeweils zu schweren Zerstörungen im Ort. 1979 wurde der Flughafen eröffnet. Er unterhält heute eine kommerzielle Flugverbindung nach Chile und eine militärische mit der Royal Air Force nach Großbritannien, die aber auch von Privatpersonen benutzt werden kann.
Während des Falklandkriegs 1982 besetzte Argentinien die Stadt. Sie erlitt dabei Zerstörungen, bevor britische Truppen sie zurückeroberten. Das Land rund um Stanley ist teilweise heute noch vermint. Die Stadt besitzt heute u.a. Schule, Supermarkt, Krankenhaus, Bibliothek und einige Touristenshops. Sehenswürdigkeiten sind das Museum, das Government House, Kriegsdenkmäler und die südlichste anglikanische Kirche der Welt.
Port Stanley ist Standort einer Ionosonde. Als Sendeantenne kommt eine an einem geerdeten, abgespannten Stahlfachwerkmast montierte Reusenantenne zum Einsatz, als Empfangsantennen dienen mehrere Rahmenantennen.
