Geldbeutel
Ein Geldbeutel (Geldbörse, Portmonee, Portemonnaie /pɔrtmɔˈneː/) ist ein kleine Tasche oder ein Beutel, in dem v.a. Bargeld aufbewahrt wird.
Früher bewahrte man im Geldbeutel hauptsächlich Münzen auf. Der Beutel war meistens aus Leder, etwa faustgroß und wurde oben durch eine Schnur oder einen Lederriemen verschlossen. Ohne Taschen an der Kleidung wurde er im Mittelalter am Gürtel befestigt. Der "Beutelschneider" ist ein Taschendieb, der sich auf die Entfernung dieser Beutel spezialisiert hatte. Vorsichtigere Zeitgenossen hängten den Beutel nach innen. Die Münzen wurden so unter der Kleidung getragen. Damit bot der Geldbeutel einen gewissen Schutz gegen Diebe.
Heute spricht man meistens von einer Brieftasche oder von der Geldbörse, da die heutigen Gegenstände zur Aufbewahrung von Geld eher einer Tasche als einem Beutel gleichen. In der Brieftasche wurden ursprünglich wirklich die Briefe des Besitzers aufbewahrt, nach der Einführung von Papiergeld wurde diese dann auch zur Aufbewahrung der Geldscheine verwendet. Im Badischen Sprachraum wird immer noch sehr häufig der Begriff Geldbeutel gebraucht.
Die Form einer Brieftasche variiert wie der Geschmack des Besitzers. Üblich ist heutzutage eine einmal zusammenklappbare Tasche, welche auf der ganzen Länge Platz für Geldscheine bietet. Daneben besitzt sie ein kleineres Fach für Geldmünzen und oft weitere, teilweise sogar ausklappbare Fächer für Kreditkarten, Visitenkarten und Ausweise.
Personen, die größere Mengen an Bargeld mitführen (Kellner, Taxifahrer, Kurierfahrer), verwenden eine Bedienungsgeldbörse.
Als Geldbörse kann auch ein Geldgurt (unter dem Gürtel), eine Brusttasche oder eine Bauchtasche dienen.
