Positron

Positron
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Spur eines Positrons in einer Nebelkammer.
Der schwarze Balken in der Mitte ist eine Bleiplatte, an der das Positron einen Teil seines Impulses verliert, weswegen die Krümmung seiner Bahn vorher und nachher unterschiedlich ist. Hierdurch kann sofort die Richtung ersehen werden, aus der das Teilchen kam (im Bild rechts oben) und somit ist eindeutig, dass es eine Linkskurve macht, grad umgekehrt wie ein Elektron.
Klassifikation
Elementarteilchen
Fermion
Lepton
Eigenschaften
Ladung e =

1,602 176 462(63)·10-19 C

Ruhemasse me 5,485 799 110(12)·10-4 u =

9,109 381 88(72)·10-31 kg

Ruheenergie 0,510 998 902(21) MeV =

8,187 104 14(64)·10-14 J

magnetisches Moment \vec{\mu_{\rm s}} -928,476 362(37)·10-26 J T-1
Spin 1/2
g-Faktor 2,002 319 304 3718(75)
Lebensdauer stabil

Das Positron (Kunstwort, gebildet aus positiv und Elektron) ist ein Elementarteilchen aus der Gruppe der Leptonen, sein Symbol ist e+. Es ist das Antiteilchen des Elektrons, mit dem es bis auf seine elektrische Ladung in allen Eigenschaften übereinstimmt. Treffen ein Positron und ein Elektron aufeinander, so bildet sich ein kurzlebiges Positronium. Bei dessen Zerfall vernichten sich Elektron und Positron gegenseitig zu Gammastrahlung. Die Energie dieser Gammastrahlung entspricht immer exakt 1,022 MeV (2 x 511 keV; Energieäquivalent der Ruhemasse von Elektron und Positron).

Das Positron wurde 1928 von Paul A. M. Dirac vorhergesagt. Carl David Anderson wies es 1932 in kosmischer Strahlung nach.

Positronen entstehen beim Betazerfall, der wegen der positiven Ladung auch β+-Zerfall genannt wird, bei der Kernfusion oder durch Paarbildung bei energiereichen Prozessen (Teilchenbeschleuniger, Kosmische Strahlung).

In der modernen Medizintechnik ist die Positronen-Emissionstomografie inzwischen ein sehr wichtiges Bildgebendes Verfahren.

See also: Positron, 1928, 1932, Antiteilchen, Atomare Masseneinheit, Betastrahlung, Bildgebendes Verfahren, Carl David Anderson, Coulomb (Einheit), Elektrische Ladung