Post Punk

Post Punk ist eine von mehreren Bezeichnungen für den Musiktrend, der vor allem in Großbritannien Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre auf den Punk folgte. Während einige Kritiker den Begriff synonym mit New Wave, Independent oder Dark Wave verwenden, differenzieren andere zwischen der mehr poppigen New Wave von Bands wie Human League oder Visage und dem raueren Post Punk. Typische Vertreter waren Foetus, Gang of Four, Joy Division, Bauhaus, Magazine, The Birthday Party oder The Fall. Die Post-Punk-Bands hatten anfangs fast alle Punk gespielt, dessen Aggressivität und negative Haltung gegenüber dem Bestehenden sie beibehielten. Dann aber erweiterten sie ihn durch Verwendung Punk-unytpischer Instrumente (z.B. Synthesizer), Einbeziehung anderer Spielweisen wie Funk oder Blues, einen höheren Anspruch in ihren Texten, durch komplexere Akkordfolgen oder das zugrunde liegenden Konzept der Band. Der Begriff spielt aktuell wieder eine größere Rolle, weil sich mehrere kommerziell erfolgreiche britische Bands wie Franz Ferdinand oder Interpol an Musik und Ästhetik des Post Punk orientieren.

No Wave

Während Post Punk anfangs vor allem für britische Bands verwendet wurde, gab es zeitgleich eine Strömung, die sich vor allem auf New York konzentrierte, die als No Wave bezeichnet wurde. Diese Benennung ist eine Anspielung auf die damals kommerziel erfolgreiche New-Wave-Bewegung. Inhaltlich ähneln sich Post Punk und No Wave sehr stark, wobei es jedoch bei No-Wave-Künstlern einen stärkeren Bezug zur künstlerischen Avantgarde gab. Als Vertreter dieser Strömung gelten Lydia Lunch und Material.

See also: Post Punk, Avantgarde, Band, Bauhaus (Band), Bill Laswell, Blues, Dark Wave, Franz Ferdinand (Band), Funk (Musik), Gang of Four