Bahnhof Berlin Potsdamer Platz

thumb|Unterirdischer S-Bahnhof Potsdamer Platz

Inhaltsverzeichnis

Regionalbahnhof Potsdamer Platz

thumb|Eingang zum S- und Regionalbahnhof Der Bahnhof Potsdamer Platz in ist ein geplanter, unterirdischer Regionalbahnhof am Potsdamer Platz im Zentrum Berlins. Er liegt am im Bau befindlichen Regional- und Fernbahntunnel, der auch den künftigen Berliner Hauptbahnhof erschließen wird (Bestandteil des sogenannten Pilzkonzepts). Die Eröffnung des Tunnels und der beiden Bahnhöfe ist für 2006 vorgesehen.

Im bahnamtlichem Betriebsstellenverzeichnis wird Berlin-Potsdamer Platz als BPOP geführt [1].

Potsdamer Bahnhof

thumb|Der Potsdamer Bahnhof 1843 Vor der Teilung Berlins befand sich am Potsdamer Platz der oberirdisch gelegene Potsdamer Bahnhof. Hierbei handelte es sich um einen Kopfbahnhof des Fernverkehrs, von dem Züge auf der sogenannten Stammbahn, der ältesten preußischen Eisenbahnlinie, in Richtung Potsdam und Magdeburg die Stadt verließen. Der Bahnhof, der erste in Berlin, eröffnete 1838. Der kriegszerstörte Bahnhof stellte 1945 den Betrieb ein und wurde nie wieder eröffnet.

Das Gleisvorfeld des Potsdamer Bahnhofs gehörte zum Bezirk Mitte und damit zu Ost-Berlin, lag aber eingeklemmt zwischen den West-Berliner Bezirken Kreuzberg und Tiergarten. Bei einem Gebietsaustausch wurde es deshalb an West-Berlin abgetreten. Die Lage des Gleisfelds ist noch heute erkennbar, sie entspricht zwischen Potsdamer Platz und Landwehrkanal weitgehend dem heutigen Tilla-Durieux-Park.

Wannsee- und Ringbahnhof

Direkt südlich an den Potsdamer Bahnhof angrenzend befand sich der 1891 eröffnete Potsdamer Ringbahnhof. Dieser wurde von den Zügen der Ringbahn bis 1944 genutzt. Die Züge mussten Kopf machen und nutzten den Aufenthalt zum Abbau von Verspätungen. Im bahnamtlichem Betriebsstellenverzeichnis wurde der Berlin-Potsdamer Ringbahnhof als BPOR geführt [2].

Nördlich an den Fernbahnhof angrenzend lag, ebenfalls seit 1891, der Wannseebahnhof für den Vorortverkehr auf der Wannseebahn, der heutigen S-Bahn Linie S1. Nach Inbetriebnahme des Nord-Süd-Tunnels der S-Bahn wurde er 1939 stillgelegt.

S-Bahnhof Potsdamer Platz

Der Nord-Süd-Tunnel der Berliner S-Bahn verband seinerzeit drei wichtige Kopfbahnhöfe des Fernverkehrs: den Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof), den Potsdamer Bahnhof und den Anhalter Bahnhof. Der südliche Abschnitt mit dem Tunnelbahnhof Potsdamer Platz eröffnete 1939. Er besitzt vier Gleise an zwei Mittelbahnsteigen, obwohl hier keine andere Strecke abzweigt (was damals jedoch geplant war). Während der Teilung Berlins 1961-1989 lag der Bahnhof direkt unter der Berliner Mauer. Der Bahnhof war geschlossen, die Züge fuhren ohne Halt durch, er war ein sogenannter Geisterbahnhof.

U-Bahnhöfe

Obwohl am Potsdamer Platz nur ein U-Bahnhof in Betrieb ist, wurden insgesamt drei gebaut. Der erste wurde nach nur fünf Jahren wieder geschlossen, der zweite ist seit über hundert Jahren (allerdings mit 31-jähriger Pause) in Betrieb, und der dritte wird möglicherweise niemals in Betrieb gehen.

Alter U-Bahnhof Potsdamer Platz

Die allererste Strecke der Berliner U-Bahn, eröffnet am 18. Februar 1902 besaß bereits einen unterirdischen Bahnhof am Potsdamer Platz. Wie alle unterirdischen Bahnhöfe der sogenannten Stammstrecke besaß er Seitenbahnsteige. Er war zunächst Endstation des Linienzweiges Richtung Innenstadt. Als Vorbereitung zum Weiterbau der Innenstadtstrecke bis zum Spittelmarkt wurde ein Bahnhof Leipziger Platz unter demselben, der sich unmittelbar östlich an den Potsdamer Platz anschließt, errichtet und 1907 in Betrieb genommen. Der (noch nicht besonders) alte U-Bahnhof wurde geschlossen.

U-Bahnhof Potsdamer Platz (U2)

thumb|Eingang zum U-Bahnhof Potsdamer Platz Der mit einem (zweckmäßigeren) Mittelbahnsteig ausgestattete U-Bahnhof Leipziger Platz besaß einen Fußgängertunnel unter dem Platz hindurch bis zum Warenhaus Wertheim (der Tunnel existiert noch, anstelle des Kaufhauses befindet sich jedoch eine Wiese). Der Bahnhof wurde 1923 in Potsdamer Platz umbenannt und behielt diesen Namen bis heute.

Während der Teilung Berlins wurde die mittlerweile bis nach Pankow führende Innenstadtstrecke unterbrochen. Da der Potsdamer Platz direkt unter den Grenzanlagen lag, konnte der U-Bahnhof weder vom westlichen noch vom östlichen Teilnetz genutzt werden. Er diente statt dessen als Abstellanlage der Ostberliner Linie A, die eine Station weiter (Thälmannplatz, heute Mohrenstraße) endete. Erst 1993 wurden die beiden Hälften der seitdem U2 genannten Linie wieder vereinigt und der U-Bahnhof am Potsdamer Platz wieder in Betrieb genommen werden. Er ist der älteste weitgehend original erhaltene unterirdische U-Bahnhof in Berlin.

U-Bahnhof Potsdamer Platz („U3“)

Für eine langfristig geplante neue U-Bahnlinie (Planungsname U3, die Nummer wurde jedoch 2004 an eine andere Strecke vergeben), die einmal von Berlin-Weißensee bis zum Kurfürstendamm führen soll, wurde im Zuge der Bauarbeiten für den oben beschriebenen Regionalbahnhof bereits eine U-Bahn-Station im Rohbau errichtet. Es ist bereits der zweite Bahnhof dieser Phantomlinie, in der Endstation der U5 am Alexanderplatz sind schon seit 1930 zwei Gleise für sie reserviert. Es ist jedoch sehr ungewiss, ob die Linie jemals gebaut wird, da weder der Bedarf noch die Finanzierbarkeit erkennbar sind. Derzeit werden Bahnsteig und Teile des Tunnels für kulturelle Veranstaltungen zwischengenutzt.

Siehe auch

Potsdamer Platz Berlin Potsdamer Platz Berlin Potsdamer Platz

Koordinate: 52° 30' 34" N 13° 22' 33" O

See also: Bahnhof Berlin Potsdamer Platz, 18. Februar, 1838, 1891, 1902, 1907, 1930, 1939, 1944