PPK (Handfeuerwaffe)
PPK ist die Modellbezeichnung einer Pistole des deutschen Herstellers Walther (ehemals Zella-Mehlis, Thüringen; heute: Ulm, Donau und Arnsberg). Die Walther PPK und ihr etwas größeres Schwestermodell PP revolutionierten ab 1929 den Kurzwaffenbau. Die Bezeichnung PPK steht für "Polizeipistole Kriminalmodell", im Volksmund auch "Polizeipistole kurz", die Bezeichnung PP für "Polizeipistole".
Die Walther-Pistolen PP und PPK sind einfach aufgebaut, handlich, elegant und sehr hochwertig verarbeitet. Sie verschießen relativ schwache bis mittelstarke Patronen (7,65 mm Browning, 9 mm kurz, .22 lfB), deshalb reichen die Kraft einer starken Feder und die träge Masse des Verschlussstücks (unverriegelter Rückstoßlader, sog. Feder-Masse-Verschluss) als Verschluss aus. In zahlreichen Ländern (neben Deutschland) waren Walther-Pistolen der Typen PP und PPK als Polizei- und Offizierpistolen eingeführt, sie sind noch heute weltbekannt und als "Waltherchen" oder "Heeresanklopfgerät" volkstümlich. Sehr bekannt ist die PPK auch durch zahlreiche James-Bond-Filme.
Revolutionär neu war an PPK und PP, dass sie über einen sogenannten Spannabzug verfügten, d.h. sie können durchgeladen, entsichert und entspannt, also schussbereit und trotzdem gefahrlos geführt werden. Ein Stift an der Rückseite des Verschlusses zeigt an, ob die Waffe geladen ist. Die Sicherung war seinerzeit vorbildlich, sie erlaubte ein völlig gefahrloses Entspannen der Waffe.
Wegen der unbefriedigenden Leistung der verfügbaren Kaliber wurden PPK und PP seit etwa den 1970er Jahren aus dem Polizeidienst ausgesondert. PP und PPK wurden nach dem 2. Weltkrieg von der französischen Fa. Manurhin in Lizenz gebaut, nach der Neugründung der "Carl Walther Waffenfabrik" in Ulm/Donau auch wieder in Deutschland. Heute wird die PPK als in den Vereinigten Staaten überaus beliebte "Back-up Waffe" aus rostfreiem Edelstahl von der Fa. Interarms in Lizenz gebaut.
PPK
