Prajnaparamita

thumb|220px|Prajnaparamita-Bodhisattva (Java, Indonesien) [[Bild:Ta-prohm.jpg|thumb|220px|Ta Prohm, ein der Prajnaparamita geweihter Kloster-Tempel (Angkor, 12.–13. Jh.)]] thumb|220px|Prajnaparamita (Indien, ca. 1080) Prajnaparamita (Sanskrit, f., प्रज्ञपारमिता, Prajñāpāramitā) ist die Verkörperung der buddhistischen Prajnaparamita-Sutren (siehe auch Herz-Sutra, Diamant-Sutra) in Form einer weiblichen Bodhisattva. Sie gilt als die Inkarnation der Worte des Buddha und Sinnbild der Vollendung höchster Weisheit und Erkenntnis.

Prajnaparamita ist in den meisten Regionen in denen der Mahayana-Buddhismus Verbreitung fand bekannt. Neben dem Sanskrit-Namen Prajnaparamita trägt sie dort folgende Namen: „Haramitsu“, „Hannya Bosatsu“, „Dai Hannya“ (Japanisch), „Shes-rab-pha-rol-tu“ (Tibetisch), „Bilig-un Chinadu Kichaghar-a Kürük-sen“ (Mongolisch).

Besondere Bedeutung erlangte Prajnaparamita bereits in den frühen buddhistischen Ländern Südostasiens - dem Reich von Angkor (heute Kambodscha) und der javanischen Sailendra-Dynastie. Bevor der Theravada-Buddhismus, der als einzigen Bodhisattva Maitreya anerkennt, am Festland zur vorherrschenden buddhistischen Schule wurde und der Islam den Buddhismus auf den indonesischen Inseln verdrängte, war sie dort neben Avalokiteshvara (auch „Lokeshvara“) die bedeutendste Bodhisattva und wurde manchmal auch als eine seiner Erscheinungsformen angesehen.

In ihren Bildnissen drücken sich zwei Bedeutungen ihrer Erscheinung aus:

Japanische Abbildungen, meist als Thangkas (Rollbilder) oder Teil eines Mandalas umgesetzt, nur selten als Skulpuren, zeigen Prajnaparamita meist mit zwei oder sechs Armen. Dabei hält sie die Sutren in der linken (Haupt-)Hand und führt mit der rechten die Abhaya-Mudra (Geste des Schutzes, Wohlwollens und Friedens) aus.

See also: Prajnaparamita, Akshobhya, Amitabha, Angkor, Avalokiteshvara, Bodhisattva, Buddha, Buddhismus, Dharma, Dharmachakra