Preis (Kosten)
Preise entstehen jedes Mal, wenn Käufer und Verkäufer einen Vertrag über den Eigentumswechsel eines Gutes (Ware, Dienstleistung, Forderung etc.) zu bestimmten (monetären und anderen) Konditionen schließen. Solche Verträge werden in einer Volkswirtschaft in einer unübersehbaren Menge geschlossen.
Preise dienen in der Wirtschaft als Wertmaßstab für Güter. Als Bezugsgröße für den Preis dient das Geld, welches den Tauschwert von Gütern angibt. Preise werden insbesondere in der Volkswirtschaftslehre als Indikatoren für die Knappheit von Gütern angesehen (Signalfunktion des Preises).
Der Preis hat 3 wichtige Funktionen:
- Koordinierungsfunktion: Die Haushalte und Unternehmen nutzen den Preis, um ihre individuellen Pläne aufeinander abzustimmen.
- Anreizfunktion: Durch niedrige Preise soll der Kunde animiert werden, ein Gut zu erwerben. Mit der Frage, wie mit Hilfe der Preisgestaltung Kaufanreize gesetzt werden, beschäftigt sich die Preispolitik. Hohe Preise sollen Unternehmen ermuntern, die Produktion auszuweiten.
- Lenkungsfunktion: Der durch Angebot und Nachfrage gebildete Gleichgewichtspreis gewährleistet bei entsprechenden Annahmen und unter den normativen Zielvorstellungen der Neoklassik, dass die zu einem gegebenen Zeitpunkt vorhandenen Produktionsfaktoren (z.B. Arbeitskraft) dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen bringen (effiziente Allokation).
Verwandte Begriffe:
- Kurs ist der Preis von Wertpapieren
- Zins ist der Preis für geliehenes Geld
In der Literatur werden auch die Begriffe Räumungs- und Ausgleichsfunktion für den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage sowie Informations- bzw. Signalfunktion benutzt.
In einem weiteren Sinne wird Preis auch im Gegensatz zu Kosten verstanden, wobei Preis den Verkaufspreis einer Ware und Kosten den in Geld ausgedrückten Aufwand zur Herstellung der Ware beschreibt.
Siehe auch
Weblinks
Der Preis – Einige Gedanken von John Ruskin
