Prellball
Prellball ist eine Mannschaftssportart und zählt zu den so genannten Rückschlagspielen. Prellball gehört zu den Turnspielen.
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Regeln
Es gelten die offiziellen Spielregeln des Deutschen Turnerbundes (DTB) und die Ordnung des Fachbereiches Spiele (OFS) des DTB.
Das Spielfeld ist 8 x 16 m groß und in der Mitte durch ein Netz in 40 cm Höhe geteilt. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Jedes Team besteht aus mindestens drei, maximal vier Spielerinnen oder Spielern, die im Nachfolgenden kurz nur Spieler genannt werden.
Der Prellball hat einen Umfang von 62 - 68 cm und ein Gewicht von 320 - 380 g. Im Jugendbereich 11-14 Jahre kann ein leichterer Ball mit einem Gewicht von 260 - 300 g verwendet werden.
Prellen ist das Herunterschlagen des Balles mit der geschlossenen Faust oder dem Unterarm, wobei der Ball eine deutliche Abwärtsbewegung erkennen lassen muss.
Jede Mannschaft hat die Aufgabe, den Ball so auf den Boden des Eigenfeldes zu prellen, dass er über das Netz ins Gegenfeld gelangt. Dabei ist jeder Spieler bemüht, den Ball so gekonnt zu spielen, dass dem Gegner die Annahme erschwert wird. Der Ball darf nach jedem Spielerkontakt nur einmal auf dem Boden aufprellen und muss spätestens nach der dritten Berührung durch einen Spieler wieder über das Netz gelangen.
Jeder Spieler darf den Ball nur einmal prellen. Weder der Ball noch die Spieler dürfen das Netz berühren. Bei jedem Fehler der einen Mannschaft wird der anderen ein Punkt gutgeschrieben. Angabe hat die Mannschaft, die den Fehler begangen hat.
Die Spielzeit beträgt 2 x 10 Minuten. Sieger ist die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit mehr Punkte erspielt hat.
Historie
Prellball entstand aus dem Turnen. Turner nutzten den Ball zur Auflockerung ihrer Übungsstunden. Ein genaues Entstehungsdatum ist nicht dokumentiert. Erste Hinweise auf ein Spielen über eine umgedrehte Turnbank datieren aus den Jahren 1925/26.
Ab 1936 wurde in Turnstunden nach selbst erarbeiteten Regeln gespielt, die 1945 durch amtliche Spielregeln ersetzt wurden. Seitdem entwickelte das Prellballspiel Wettkampfcharakter.
Verbreitung
Die weitaus größte Verbreitung hat Prellball in Deutschland. In Österreich findet ebenfalls ein regelmäßiger Spielbetrieb statt. Darüber hinaus wird vereinzelt in Schweden und Argentinien gespielt.
Zweier-Prellball
Zweier-Prellball ist mit dem Prellball (auch als Vierer-Prellball bezeichnet) verwandt. Statt mit vier wird es mit zwei Spielern pro Mannschaft gespielt.
Regelunterschiede
Die Mannschaft besteht aus zwei Spielerinnen oder Spielern und einer Auswechselspielerin bzw. -spieler. Der Ball wird immer mit der offenen Hand oder der Faust von einem Spieler angenommen und daraufhin vom Mitspieler mit der Faust oder dem Unterarm ins gegnerische Feld gespielt.
Historie
Das Zweier-Prellball entstand 1925 in Hessen und entwickelte sich dort in Frankfurt und Hanau, aber auch in Mannheim und Stuttgart. Diese Variante des Prellballspiels hat sich vor allem in Hessen weiterentwickelt. Im restlichen Deutschland ist das Vierer-Prellball weiter verbreitet. Seit dem Deutschen Turnfest in Frankfurt 1983 ist das Zweier-Prellball fester Bestandteil jeder großen Sportveranstaltung des Deutschen Turner-Bundes und des Hessischen Turnverbandes (HTV). Seit 1993 sind die Spielregeln offiziell Bestandteil im DTB.
Bis heute gibt es im Verbund des DTB nur in Hessen eine organisierte Liga und Meisterschaft. Außerhalb Deutschlands gibt es noch eine Zweier-Prellball-Liga in Wien.
Weblinks
- http://www.prellball.de/ - Deutscher Turner-Bund Fachgebiet Prellball
- http://www.zweier-prellball.de/ - Informationen rund um das Zweier-Prellball
- http://www.prellball.at/ - Prellball-Verband in Österreich
