Pribislaw (Mecklenburg)
Pribislaw war ein Fürst der Heveller aus dem Geschlecht der Obodriten, ein Sohn des Niklot. Seine Lebensdaten sind unklar. Sein Herrschaftsantritt wird ungefähr auf 1160 datiert. Er starb vermutlich 1178.
Am Anfang seiner Herrschaft hatte Pribislaw unter den Angriffen im Rahmen des Wendenkreuzzugs zu leiden. Bis in die 1160er Jahre waren die Obodriten dadurch so geschwächt, dass Pribislaw zum Christentum übertrat und sein Herrschaftsgebiet aus der Hand des Sachsenherzogs Heinrich als Lehen empfing. Mit diesem Seitenwechsel konnte er nicht nur das Überleben seiner Dynastie sichern, sondern auch den Grundstein für die Entstehung des Fürstentums Mecklenburg legen, das bis 1918 von einem Fürstenhaus beherrscht wurde, das in gerader Linie von den Obodriten abstammt.
1171 gründete Pribislaw das Kloster Doberan und dotierte das Bistum Schwerin. 1172 begleitete er Heinrich auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem. Darüber hinaus vermählte er seinen Sohn Heinrich Borwin I. mit einer Tochter Heinrichs des Löwen.
Er ist nicht zu verwechseln mit dem kurz zuvor regierenden brandenburgischen Heveller-Fürsten Pribislaw (Brandenburg)
| Personendaten | |
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| NAME | Pribislaw |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | |
| GEBURTSDATUM | |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1178 |
| STERBEORT | |
