Primärschlüssel
Im Bereich der Relationalen Datenbanken bezeichnet der Primärschlüssel einen minimal identifizierenden Schlüssel. Darunter versteht man eines oder mehrere Attribute einer Datentabelle, die einen Datensatz dieser Relation eindeutig identifizieren, ohne dass eines dieser Attribute entfernt werden darf - also überflüssig ist.
Wenn ein Primärschlüssel aus einer Kombination mehrerer Attribute besteht, wird dieser auch Kombinierter Primärschlüssel oder auch Verbundschlüssel genannt. Ein Wert dieser Attribute (Ausprägung) kann nur einmal in der Relation vorkommen (Eindeutigkeit).
Die Wahl der Attribute für den Schlüssel wird in der Praxis so vorgenommen, dass er effizient von anderen Tabellen referenziert werden kann. Daher besteht ein Primärschlüssel meist aus genau einem Attribut.
Beispiel
Tabelle Literatur: (Autor, Verlag, Erscheinungsjahr, Buchtitel, ISBN)
Tabelle Kategorie: (ISBN, Kategoriename, Beschreibung)
Für Tabelle Literatur gilt:
- (Autor, Verlag, Erscheinungsjahr, Buchtitel) ist ein Verbundschlüssel.
- (Autor, Erscheinungsjahr, Buchtitel) ist minimal identifizierend, da ein Buchtitel nicht in verschiedenen Verlagen erscheint. Erscheinungsjahr ist aber wichtig wegen der Auflage.
- (ISBN) ist ebenfalls minimal identifizierend.
ISBN eignet sich als Primärschlüssel, da dies den Zugriff auf die Tabelle erleichtert. Dies wird am Beispiel der Tabelle Kategorie deutlich, die ISBN als Fremdschlüssel verwendet.
Abgrenzung zum Sekundärschlüssel
Im Gegensatz dazu sind Sekundärschlüssel, auch Schlüsselkandidat genannt, zusätzliche Schlüssel in einer Relation, die aber nicht primär verwendet werden. Die Unterscheidung liegt darin, dass der Primärschlüssel als Referenz in anderen Tabellen dient, der Sekundärschlüssel hingegen nur als Menge von Attributen, die beim Suchen ein eindeutiges Resultat liefern.
