Privater Rundfunk

Als privaten Rundfunk bezeichnet man die Summe der privaten, d. h. kommerziellen Hörfunk- oder Fernsehgesellschaften, die sich selber finanzieren, in der Regel durch Werbung.

Den privaten Rundfunk unterscheidet vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass er nicht durch öffentliche Hörfunk- und Fernsehgebühren finanziert wird. Für den Betrieb eines Privatsenders über UKW/Mittelwelle oder Langwelle (bspw. jedoch nicht Internet) ist eine Lizenz der verantwortlichen Landesmedienanstalt notwendig, diese beaufsichtigt anschließend das Programm. Auch wenn ein Privatsender in der außenpluralistischen Struktur des privaten Rundfunks nicht zur inhaltlichen Ausgewogenheit verpflichtet ist, muss er trotzdem ein Mindestmaß an Sachlichkeit und gegenseitiger Achtung gewährleisten.

Der Privatsender sieht seinen "Auftrag" in der Maximierung der Einschaltquote innerhalb der gewählten Zielgruppe. Die Masse bildet das Hauptkriterium des Privatsenders als Massenmedium. Aus der Konkurrenz der Privatsender untereinander sowie mit den öffentlich- rechtlichen Anstalten erwächst demgemäß das Programmangebot mit der breitesten Hörerbasis.

Man unterscheidet bei den Privatsendern, dem privaten Rundfunk, zwischen dem Privatfernsehen und dem Privatradio.

Siehe auch

Weblinks

See also: Privater Rundfunk, Duales Rundfunksystem, Einschaltquote, Fernsehen, GEZ, Hörfunk, Konkurrenz, Landesmedienanstalt, Masse (Soziologie), Massenmedien