Pro Juventute
pro juventute ist eine seit 1912 existierende, in der Schweiz ansässige Stiftung. Sie wurde zur Bekämpfung der Tuberkulose bei Kindern und Jugendlichen gegründet. Die Stiftung ist privat und unabhängig. Seit dem Gründungsjahr finanziert sich die Stiftung mit dem Verkauf von Briefmarken mit Wertzuschlag, aber auch durch Spenden, Legate und Beiträge der öffentlichen Hand.
Während des ersten Weltkrieges widmet sich Pro Juventute der Bekämpfung der kriegsbedingten Nöten. Ab 1919 bietet die Stiftung Ferien für Kinder an und Kuraufenthalte in Sanatoriums, wie z.B. im Kindersanatorium Davos. Auf Anregung von Bundesrat Giuseppe Motta gründet Pro Juventute 1926 das Hilfswerk "Kinder der Landstrasse", welches, am heutigen Strafrecht gemessen, einen Völkermord am fahrenden Volk betrieb. Ab 1945 übernimmt die Stiftung die Mittelbeschaffung für das Kinderdorf Pestalozzi. Im Jubiläumsjahr, 1962, wird das Familienferiendorf "Bosco della Bella" in Betrieb genommen. Nach Vorwürfen der Zeitschrift "Beobachter" und der Einsetzung einer Fachkommission leitet die Stiftung 1972 die Auflösung des Hilfswerkes "Kinder der Landstrasse" ein.
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