Produktionsprogramm

Das Produktionsprogramm bestimmt die Art und Menge der zu produzierenden Produkte in einem Unternehmen. Das Ziel besteht darin, ein optimales Produktionsprogramm mit maximalen Deckungsbeitrag oder Gewinn zu erstellen. Dieses Verfahren dient der optimalen Ausnutzung der Ressourcen, ist aber bei permanenten Strukturänderungen nicht mehr anwendbar.

Kein Engpass innerhalb der Produktion

Solange der Betrieb nicht voll ausgelastet ist, also eine Unterbeschäftigung besteht, hat die Produktionsprogrammplanung geringe Bedeutung. Jedes Produkt mit positivem Deckungsbeitrag trägt zur Verbesserung des Unternehmensergebnisses bei und sollte somit in das Produktionsprogramm aufgenommen werden.

Ein Engpass innerhalb der Produktion

Liegt aber ein Engpass vor (z.B. Maschinenkapazität), dann können nicht alle Produkte produziert werden. Es kommt zur Verdrängung von Produkten, die eigentlich einen positiven Deckungsbeitrag generieren würden. Dieser Nutzenentgang wird über die Ermittlung der Opportunitätskosten des verdrängten Produktes in der Kalkulation berücksichtigt.

Mehrere Engpässe innerhalb der Produktion

Existieren in der Produktion mehrere Engpässe, dann ist eine einfache Betrachtung auf Basis der Opportunitätskosten nicht mehr möglich. Zur Lösung ist ein Simultan-Modell heranzuziehen (z.B. Simplex-Verfahren).

See also: Produktionsprogramm, Deckungsbeitrag, Gewinn, Kalkulation, Opportunitätskosten, Produktion, Ressourcen, Simplex-Verfahren, Unterbeschäftigung, Simultan-Modell