Prolaktin

Prolaktin (PRL) ist ein Hormon, das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird.

Funktion

Es stimuliert das Wachstum der Brustdrüse und führt zur Milchproduktion (Laktation) bei Säugetieren. Prolaktin unterdrückt auch den Follikelsprung (Eisprung). (Beim Menschen ist diese keinesfalls verlässliche Schwangerschaft verhütende Wirkung abhängig von Dauer und Häufigkeit des Stillens.)

Prolactin löst bei Tierarten, die nicht ihre Jungen säugen, Brutpflegeverhalten aus und zwar sowohl bei Weibchen als auch bei Männchen, wenn sie an der Brutpflege beteiligt sind. Auch beim Menschen ist ein Anstieg des Prolactin-Spiegels beim Mann kurz vor der Geburt festzustellen, allerdings deutlich niedriger als bei den Müttern.

siehe auch: Handlungsbereitschaft

Produktion

Die Ausschüttung von Prolaktin wird durch Botenstoffe aus dem Hypothalamus geregelt und erfolgt in einem zirkadianen d.h. Tag-Nacht-Rhythmus. Das Prolaktin-Releasing-Hormon fördert die Ausschüttung, Dopamin hemmt sie. Frühmorgens sinkt der Prolaktinwert ab, nachts steigt er an.

Überproduktion

See also: Prolaktin, Brustdrüse, Brutpflege, Dopamin, Endometriose, Follikelsprung, Handlungsbereitschaft, Herpes zoster, Hormon, Hyperprolaktinämie