Propriozeption (Medizin)

Die Propriozeption (lat. proprius : eigen(tümlich), wesentlich) bezeichnet Meldungen über normale Funktionszustände der Skelettmuskulatur, die durch besondere Rezeptoren vermittelt werden, die so genannten Propriozeptoren.

Die Propriozeption gilt als Bestandteil der z.T. ohne Beteiligung des Bewußtseins wirkenden Regelmechanismen bei der Haltungsstabilisierung, der Kontrolle von willkürlichen Bewegungen und der Dosierung des Kraftaufwands.

Sie bildet neben der Lage- und Bewegungsinformation des Vestibularapparats die Grundlage der Stellungs-, Spannungs- und Lagewahrnehmung (Bischof).

Für die Stellungswahrnehmung werden vor allem die Ruffinschen Nervenendigungen der Gelenkkaspseln, die Golgischen Sehnenspindeln der Gelenkbänder und die im Bindegewebe vorzufindenen Vater-Paccinschen Körperchen sowie Stellunsgrezeptoren in den Halswirbeln verwendet.

An der Spannungswahrnehmung scheinen vor allem die Sehnenspindeln, daneben auch möglicherweise auch die Muskelspindeln beteiligt zu sein.

See also: Propriozeption (Medizin), Bewußtsein, Bindegewebe, Gleichgewichtsorgan, Halswirbel, Latein, Muskelspindel, Muskulatur, Rezeptor, Skelett