Protagoras

framed|Protagoras Protagoras aus Abdera in Thrakien (*490; † 411 v. Chr.) zählt zu den bedeutendsten Sophisten. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Athen, fiel später wegen seiner Lehren bei der Volksversammlung in Ungnade und wurde verbannt. Auf der Flucht nach Sizilien starb Protagoras, seine Schriften wurden vernichtet.

Er lehrte, dass der Mensch zwar von Natur aus dazu strebe, eine Religion auszuüben und einer staatlichen Gemeinschaft anzugehören. Jedoch die Art und Weise, wie Religion und Staat gestaltet werden, sei dem Menschen selbst überlassen. Für Protagoras gab es keine allgemeingültige und verbindliche, sondern nur eine subjektive Wahrheit.

Er prägte den berühmten Satz: "Der Mensch ist das Maß aller Dinge, derer die sind, dass sie sind, und derer die nicht sind, dass sie nicht sind." (Auch bekannt als Homo-Mensura-Satz.)

Platon erwähnt ihn unter anderem im Dialog "Theaitetos" (152a).

Siehe auch: Relativismus, Agnostizismus,

Weblinks


Kategorie:Mann Kategorie:Vorsokratiker

Personendaten
Protagoras
Sophist
490 v. Chr.
411 v. Chr.

See also: Protagoras, 411 v. Chr., 490 v. Chr., Abdera, Agnostizismus, Alkmaion (Philosoph), Anaxagoras